"Unprätentiöse Schreibweise" Alfred Döblin-Medaille 2019 für Theresia Enzensberger

Die in Berlin lebende Autorin Theresia Enzensberger wird für ihre bisherigen schriftstellerischen Arbeiten mit der Alfred Döblin-Medaille der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz ausgezeichnet. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert

Die Jury zeichnet die Schriftstellerin und Journalistin Theresia Enzensberger vor allem für ihren „beeindruckenden Debüt-Roman“ Blaupause‹ aus. In der Begründung heißt es: „In den Liebesbeziehungen, Gefühlen, Festen und Studienarbeiten der Ich-Erzählerin Luise spiegeln sich die Werkprinzipien und das gemeinschaftliche Lebensgefühl der Bauhaus-Schule, aber auch die kontroversen politischen Milieus der jungen Weimarer Republik und der aufziehende Nationalsozialismus. Im fulminant geschriebenen Schlussteil des Romans erfährt die ehrgeizige, gleichzeitig um Emanzipation und Zugehörigkeit ringende Luise die massiven Vorurteile, die auch im Bauhaus gegen Frauen bestehen. Theresia Enzensberger gelingt es mit ihrer unprätentiösen Schreibweise, einen Makrokosmos großer Fragen und grundlegender Entwicklungen im Mikrokosmos persönlichen Erlebens sichtbar zu machen.“

Die Medaille wird am 10. April in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur verliehen. Die Laudatio hält Julia Encke (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung).

Die Alfred Döblin-Medaille würdigt Autoren und Autorinnen für deren erste vielversprechende Veröffentlichungen und ihr bisheriges gesamtes literarisches Wirken. Bisherige Preisträger: 2015 Martin Kordić, 2016 Matthias Nawrat, 2017 Roman Ehrlich, 2018 Julia Weber.

 

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