Weltweite Aktion zum Internationalen Übersetzertag am 30. September

Auch in diesem Jahr lädt der Verein Weltlesebühne e.V. am 30. September zu zahlreichen Veranstaltungen rund um das Übersetzen ein. Weltweit sind 25 Veranstaltungen in 19 Städten geplant.

Anlass ist der Internationale Übersetzertag, nach dem Bibelübersetzer und Schutzpatron des Berufsstandes auch „Hieronymustag“ genannt. „Ziel der länderübergreifenden Aktion ist es, die Arbeit von Literaturübersetzern sichtbar und anschaulich zu machen. In den letzten beiden Jahren sind unsere Aktivitäten auf große Begeisterung gestoßen – die Möglichkeit, im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen den Arbeitsprozess des Übersetzens zu erkunden und die Entstehung eines Textes nicht nur live mitzuverfolgen, sondern auch mitzugestalten, kam beim Publikum sehr gut an«, so Gabriele Leupold und Martina Kempter, Vereinsvorsitzende von Weltlesebühne e.V.

Live-Übersetzungen, Performances, Übersetzungsworkshops und Vorträge laden dazu ein, mit Übersetzern auf Tuchfühlung zu gehen und ihr Handwerk kennenzulernen. Das Veranstaltungsformat des „Gläsernen Übersetzers“ gewährt im Rahmen von ein- bis zweistündigen Präsentationen einen unmittelbaren und authentischen Einblick in die Übersetzertätigkeit: Ein Literaturübersetzer arbeitet öffentlich an einer Übersetzung, macht seine Überlegungen transparent und stellt seine Entscheidungen zur Diskussion.

Insgesamt 20 Veranstaltungen finden in Berlin, Flensburg, Frankfurt am Main, Freiburg, Hamburg, Heidelberg, Köln, Leipzig, Lübeck, Marburg, Offenbach, Rostock, Stuttgart und Zürich statt. Übersetzt wird Literatur aus dem Arabischen, Englischen, Isländischen, Portugiesischen und zahlreichen anderen Sprachen. Darüber hinaus werden in fünf Goethe-Instituten in Jerusalem, Kiew, Mexiko-Stadt, São Paulo und Tel Aviv „Gläserne Übersetzer“ zum Einsatz kommen. In Deutschland sind u. a. Veranstaltungen mit Ursel Allenstein, Maike Dörries, Klaus Fritz, Michael Kegler und Hans-Christian Oeser geplant.

Die Veranstaltungen zum Internationalen Übersetzertag sind eine Initiative des 2009 gegründeten Weltlesebühne e.V., der sich für eine lebendige und streitbare Übersetzungskultur einsetzt. Seit 2014 plant die Weltlesebühne ihre Aktivitäten zum Hieronymustag zentral: Das Besondere ist die Vielzahl der Auftritte und ihr intendierter Seriencharakter – bei aller Individualität der beteiligten Übersetzer, der vorgestellten Texte und der Auftrittsorte.

Die Aktion zum Hieronymustag 2016 wird gefördert vom Goethe-Institut, der Robert Bosch Stiftung und der S. Fischer Stiftung sowie unterstützt durch zahlreiche lokale Kooperationspartner.

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