„Plädoyer für den rationalen Umgang mit den Neuen Medien“: Drei Mitarbeiterinnen als Botschafterinnen für eine neue Kampagne beim Verlag André Thiele

Drei Mitarbeiterinnen präsentieren eine neue Aktion: Mit dem 1. März ist Kristina Rubel als Volontärin das Mitarbeiterteam des VAT Verlag André Thiele an Board. Neben ihr leitet die Rechtsassessorin Petra Seitzmayer seit Sommer 2011 das Lektorat Belletristik und baut zugleich eine Rechtsabteilung auf. Die Romanistin Monika Ries organisiert das Büro und koordiniert die ambitionierten Literaturprojekte im französischen Sprachraum.

Kampagne: (v.l.) Kristina Rubel, Petra Seitzmayer
und Monika Ries mit dem aktuellen Plakat
der Fensteraktion des Mainzer VAT Verlag André Thiele.

Rubel hat vor kurzem ihren Magister in Buchwissenschaft abgeschlossen und konzentriert im VAT sich auf die Pflege der Kontakte zu den Buchhandlungen. Auf dem Bild sieht man die drei neuen Mitarbeiterinnen, die das Plakat für eine neue Kampagne zeigen. Diese startet der Verlag in diesen Tagen unter dem Slogan „Plädoyer für den rationalen Umgang mit den Neuen Medien“.

„Das Verlagsbüro ist eine ehemalige Schlachterei im Mainzer Bleichenviertel, auf dem Fußweg vom Hauptbahnhof zur Innenstadt“, erläutert Kristina Rubel. „Uns fiel auf, dass viele Leute stehenbleiben und in unser großes Schaufenster blicken, was da drin wohl los ist. Das wollten wir ausnutzen, um Werbung nicht nur für den Verlag, sondern für das Produkt Buch zu machen.“ Zusammen mit der Gestalterin Malika Wichtendahl aus Dresden entwarf man eine Serie von zunächst 24 Plakaten im Format A0. Die Plakate zeigen immer einen markanten Spruch wie „Nur mit einem Buch liest sich ein Buch wie ein Buch“, „Gott googelt nicht“ oder „Kein Buch hat jemals Ihre Daten verkauft“.

Dabei ist der Verlag selbst aktiv im Internet und in den sozialen Netzwerken vertreten, gerade wird eine neue Webseite mit E-Book-Plattform aufgebaut. „E-Book und Internet sind eine neue Schriftkultur, wer das ignoriert, ist dumm“, rechtfertig André Thiele die Aktion. „Aber Buch, Buchhandel und Bibliothekswesen sind erprobte, ausgereifte Institutionen – bis Internet und E-Book deren Gehalt und Verdienste eingeholt, geschweige denn überholt haben, werden noch viele Jahrzehnte vergehen.“ Auf diese Rangfolge der Kulturgüter hinzuweisen, sei Zweck der Plakate, die immer eine Woche hängen und jeden Montagmorgen ausgetauscht werden.

Am besten kam bisher der Spruch „Gott googelt nicht“ an, der ergänzt wurde mit dem Slogan „Selber wissen macht schlau“: 1000 entsprechende Aufkleber waren in einer Woche vergriffen. „Einer davon tauchte an einer Lampe vor dem Mainzer Landgericht auf“, berichtet Monika Ries, „und einer in einer Toilette der Staatskanzlei.“ Es bestehe also Hoffnung für die Mainzer Kulturwelt, sind die VAT-Mitarbeiter überzeugt.

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