Frankfurt liest Wilhelm Genazinos „Abschaffel“

Felix Semmekroth, Wolfgang Matz, Lothar Ruske
und Klaus Schöffling (v.l.)

Das Programm zur zweiten Auflage von Frankfurt liest ein Buch wurde heute in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Der im letzten Jahr anlässlich der ersten Aktion gegründete gleichnamige Verein, dessen Vorsitzender Klaus Schöffling, Verlag Schöffling & Co. ist, kam auf die Buch-Idee Abschaffel vom Frankfurter Autor Wilhelm Genazino.

Frankfurts Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth blickte noch einmal zurück und stellte fest, dass die dreiwöchige Veranstaltung im letzten Jahr zeigte, wie gut ein solches Projekt in der Stadt an- und aufgenommen wird.

Auch der Verlag Schöffling & Co. konnte sich dieser guten Bilanz anschließen: Valentin Sengers Buch Kaiserhofstraße 12 erlebte drei Auflagen, 16.000 Exemplare wurden verkauft, der Roman fand sich auf den Spiegel-Bestsellerlisten. Auslandslizenzen wurden vergeben, eine Taschenbuch- und eine Hörbuch-Ausgabe erschienen.

In diesem Jahr geht es um ein ganz anderes Thema beim Lesemarathon, der vom 2. bis zum 15. Mai in Frankfurt stattfindet. In Abschaffel steht ein Angestellter im Frankfurt der 1970er Jahre im Fokus. Der erste Teil der Trilogie erschien erstmals 1977 bei Rowohlt in der Reihe Das neue Buch, es war das zweite Buch Wilhelm Genazinos.
Der Carl Hanser Verlag München legt nun eine TB-Sonderausgabe der Trilogie von 10.000 Exemplaren mit dem Logo von Frankfurt liest ein Buch und einem entsprechenden Aufkleber vor.
Außerdem gibt es ein vom Autor gelesenes Hörbuch aus dem Eichborn Verlag.
Das Plakat zur Lese-Aktion basiert auf einer Zeichnung von Hans Traxler.

Wie der Carl Hanser Verlag auf das Ansinnen des Vereins Frankfurt liest ein Buch reagierte, erklärt Lektor Wolfgang Matz so: „Wilhelm Genazino ist ein Spezialist für Gesamtmerkwürdigkeit. Deshalb fanden wir die Partnerschaft in dieser Angelegenheit nicht merkwürdig, sondern eine gute Wahl.“

Die zweite Auflage der Stadt-Lesung dauert nur noch zwei Wochen, der dreiwöchige Auftakt im Vorjahr war, da sind sich alle Beteiligten einig, ein zu großer Kraftakt. Demzufolge wird es auch nicht mehr über 100 Veranstaltungen geben, sondern 54 von 44 Veranstaltern und ihren Kooperationspartnern, an denen 118 Teilnehmer aus Institutionen, Vereinen und Verbänden sowie Privatpersonen auftreten werden.

Koordinator Lothar Ruske weist noch auf die soeben freigeschaltete Homepage www.frankfurt-liest-ein-buch.de hin; hier findet man alle Veranstaltungen im Detail.

JF

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