Frankfurt-Kalbach: Klapperschlange aufgeweckt

Nicole Hofmeister zieht das Tuch
vom Regal weg

Heute Nachmittag startete in der Kinderbücherei im Rathaus in Frankfurt-Kalbach die 27. Kalbacher Klapperschlange. Bis zum 9. Oktober 2014 können Kinder, die nach den diesjährigen Sommerferien die dritte bis neunte Klasse besuchen, neue Kinder- und Jugendbücher bewerten.

Der Autor des beliebtesten Buches erhält am 8. November im Rahmen der 30. Kalbacher Kinderbuchmesse den Ehrenpreis.

Der 1983 gegründete Kinderverein Kalbach, zunächst eine Initiative von Eltern, rief die Lese- und Bewertungsaktion Kalbacher Klapperschlange ins Leben. Inzwischen hat der Verein 500 Mitglieder, darunter sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche. Vereinsmitglieder können kostenfrei an der Aktion teilnehmen, alle anderen müssen eine Teilnahmegebühr von fünf Euro entrichten.

Drei Grundschulklassen waren an diesem Nachmittag in die Bibliothek gekommen, viele Mädchen und Jungen wollen bei der Kalbacher Klapperschlange mitmachen. Sigrid Ranostaj, langjährige Mitarbeiterin der Kinderbücherei, half beim Ausfüllen der Unterlagen.

Nicole Hofmeister vom Kinderverein eröffnete das Lesevergnügen für die Kinder: „Lasst uns gemeinsam die Klapperschlange aufwecken und hinter den Vorhang mit den neuen Büchern schauen!“ Im Regal stehen 60 Novitäten aus dem Jahr 2013; für jede der drei Altersgruppe werden 20 Bücher empfohlen. Eine etwa 20-köpfige Vorjury, bestehend aus Klapperschlange-Teilnehmern des Vorjahres, die mindestens fünf Bücher gelesen und bewertet hatten, wählte die Titel aus.

Die Verlage unterstützten die Aktion und schicken zwischen fünf und acht Exemplare der ausgewählten Titel. Neben der Kalbacher Kinderbücherei leihen weitere fünf Schulbibliotheken im Umkreis die neuen Bücher aus.

„Etwa 120 Kinder nehmen jährlich an dieser Aktion teil. Inzwischen kann man sich auch über das Internet anmelden – die erste Teilnahmebestätigung aus Leipzig liegt schon vor“, berichtete Nicole Hofmeister.

Auch eine Autorin ist an diesem Nachmittag in die Bücherei gekommen: „Ich finde Leseförderung ganz wichtig. Außerdem beurteilen Kinder die Bücher. Sie haben dabei ganz andere Vorstellungen als Erwachsene“, sagte Julia Breitenöder.

Details sind unter www.kalbacher-klapperschlange.de nachlesbar.

JF

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