Drüber freut sich heute Oliver Grieshammer, Hersteller bei arsEdition 1 Mio verkaufte Soundbücher versprechen „eine weitere Dimension des Erlebens“

Rund 40 Soundbücher hat arsEdition bislang produziert, und soeben meldete man die stolze Gesamtverkaufszahl von 1 Mio Exemplaren. Ob Bauernhof, Fahrzeuge, Weihnachten, Streichelzoo oder der Wald – thematisch sind der Produktform kaum Grenzen gesetzt, meint Hersteller Oliver Grieshammer. Nur von einem Soundbuch über Fische habe er abgeraten …

Der Hersteller bei arsEdition hat sein Geräusch-Archiv immer dabei – und denkt auch über Soundbücher für Erwachsene nach

 

BuchMarkt: Seit wann hat arsEdition Soundbücher im Programm, und wie hat sich die Qualität seither entwickelt?

Oliver Grieshammer: Wir haben die Bücher schon seit mehreren Jahren im Programm, tatsächlich auch mit stetiger Qualitätszunahme, dank technischer Weiterentwicklungen. Schon immer war uns daran gelegen, hochwertige Ausstattungsmerkmale anzubieten, und so haben wir beispielsweise im Soundbereich bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt darauf geachtet, dass die Bücher einen An- und Ausschaltknopf haben; heute ist das, für uns, eine Selbstverständlichkeit.

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Das hat auch Auswirkungen auf die Verkaufskurve?

Natürlich ist die Soundqualität wichtig, aber das Gesamtpaket muss stimmen und den Kunden ansprechen, erst dann geht auch die Verkaufskurve nach oben, wie wir sehr schön bei unserer Eigenproduktion „Hör mal, wer kann das sein?“ gemerkt haben. Die Reihe bewies sich schnell als stimmig konzipiert und sowohl die Ausstattung als auch der Preis und das ArtWork konnten am POS überzeugen, sodass wir innerhalb weniger Monate nach Erstauslieferung bereits von Erfolgen sprechen durften.

Wie entsteht ein Soundbuch – was ist Ihre Aufgabe dabei?

Zunächst denkt man sich: Eigentlich mache ich ja nur Geräusche, aber das ist gar nicht so einfach, wie man denkt. Die Suche nach dem perfekten Sound ist bisweilen auch eine Geduldsprobe … so wandert man von Spielplatz zu Spielplatz, um das perfekte Schaukelquietschen zu finden, man läuft mit dem Aufnahmegerät hinter dem Müllauto her… und wie lange es erst gedauert hat, den Hund einer Freundin erst zum Bellen und anschließend zum Fressen zu bewegen. Einmal durfte ich auch dem Weihnachtsmann meine Stimme leihen, welch‘ Herausforderung, ein richtig weihnachtsmännliches „Ho, Ho, Ho“ einzusprechen, das sowohl dem dicken, alten Mann entspricht, gleichzeitig aber freundlich genug herüberkommt, damit sich die Kleinen nicht fürchten müssen. Wenn ich meine Sounds habe, dann bearbeite ich sie noch, mische sie ab und speichere sie entsprechend. Mein Soundarchiv habe ich übrigens immer dabei, man weiß ja nie!

Welche Themen funktionieren gut – und welche gar nicht?

Eigentlich lassen sich im Soundbereich alle Themen nahezu uneingeschränkt umsetzen, das Thema wird einfach noch um eine Dimension des Erlebens erweitert. Natürlich werde ich oft vom Lektorat gefragt, was denn soundtechnisch überhaupt so geht, und ich greife gerne auch mal ein, wenn meine Kollegen z.B. Soundbücher über Insekten, oder gar Fische (schon vorgekommen!), machen möchten.

Haben Sie auch mal über Soundbücher für Erwachsene nachgedacht?

Ja, in der Tat haben wir das … es liegt bei uns auf der Hand, da wir ja die beiden Säulen Kinder- wie Geschenkbuch bedienen. Lassen Sie sich hierzu überraschen … hier würde jetzt ein Sound in Richtung „pssst!“ ganz gut passen, denn wir sind gerade noch im Aufnahmemodus.

Die Fragen stellte Susanna Wengeler

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