Der Messe-Mayer Tag 2 von 5: Von Israels Eröffnung bis Indonesiens Happy Hour

In Leipzig treibt der Messe-Mayer täglich wieder sein Unwesen. Unser Mitarbeiter vergeudet wieder unser aller Zeit mit seinen nichtigen Beobachtungen, verwackelten Fotos und dünnen Interviews. Freuen Sie sich auf seine Version der Leipziger Messebetulichkeiten! Halten Sie Snacks parat, falls er in Ihre Nähe kommt, und seien Sie gespannt darauf, wen Herr Mayer alles prominent findet!
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LIEBE FREUNDE,] über diesen meinen Tag kann ich mich sehr freuen: Ich hatte einen Empfang, eine Konferenz und eine Happy Hour, und jetzt raten Sie, was davon am schönsten war? Und natürlich bin ich auch wieder wild umhergestreift. Also jetzt nicht wild im Benimm, sondern vielmehr wild ohne Plan. Der Eröffnungsdonnerstag lässt mich fröhlich zurück.

Und dann funktioniert auch diese Campagne am besten.

Und alle fragen immer schon nach meinen Öhrchen. Wissen Sie, ich trage am Manga-Wochenende immer so fantastische Fellöhrchen auf dem Kopf.

Aber wirklich nur am Wochenende!

Denn am Wochenende kommen hier kostümierte Freaks her, und das will ich im Dresscode bereichern.

Und das hier sind nur die Verleger.
Uschi Zietsch-Jambor vom Fabylon Verlag

Aber wie gesagt, erst am Wochenende. Erst reißen wir uns noch ein wenig zusammen und gehen zum Beispiel auf die…

ISRAEL-ERÖFFNUNG

Die Leipziger Buchmesse hat auch immer einen geographisch-kulturellen neben vielen anderen Themenschwerpunkten, aber die anderen Themen und Stockwerke sollen sich daneben nicht benachteiligt fühlen, und deshalb gibt es eine kleine, feierliche Eröffnung, und danach wird sich Israelliteratur durch viele Messeveranstaltungen ziehen.

Moment mal – wo hatten die denn Wind her?

Feierliche Eröffnungen sind ja nicht so mein Thema, aber wenn Christiane Munsberg vom Club Bertelsmann mich einlädt, dann folge ich natürlich gerne.

Aber sobald ich das erste lustige Foto habe, bin ich wieder weg.
Messedirektor Oliver Zille im Land der Schöpfung

Natürlich ist Israel ein kontroverses Gastland, ein Politikum mehr als andere Gastländer in ruhender internationaler Einbettung.

Da braucht man schon mal drei Polizisten, die mich im Rücken haben

Aber vielleicht bekomme ich bei den Reden zur Israeleröffnung ja interessante – he, Moment. was ist denn das:

Hihi, das muss ich auch immer machen, nur meine Kamera ist leichter.

Das ist mir als Ausstieg zum Thema absolut ausreichend. Und somit bin ich auch schon wieder…

UNTERWEGS IN DEN HALLEN

Diese drei Buben stehen stellvertretend für die zentralen Interessen der heutigen Jugend:

Ernährung, Medien und Kommunikation

Hingegen stehen diese drei Buben für ganz andere Dinge:

Zum Beispiel: Wie tief muss ich mein Eis halten, damit Herr Mayer es nicht auf die Kamera kriegt?

Von links nach rechts sind das Christian von Zittwitz, Chefredakteur u.a. exakt dieser Internetseite, die sie gerade lesen; Armin Gmeiner vom Gmeiner-Verlag und Christoph Balmer, Präsident der Schweizer Buchhaus-Kette Balmer.

Die drei haben sich mitten im Gang festgeschwatzt, eine der Messetodsünden schlechthin, und das muss ich hier gleich anprangern.

Ebenfalls ein freundliches Wiedersehen hatte ich mit Sherlock Holmes und seiner resoluten Haushälterin:

Also das links ist die Haushälterin.

Nein, in Wahrheit ist das natürlich Herbert Paulerberg, der alte Herr der Buchhandelsschulen, hier in Begleitung seiner charmanten Schwester.
Vielleicht sollte sie ja mal die Klamotten für ihn rauslegen.

Werbung kann auch dreist gelogen sein:

Und das trifft ja auf viele zu, was Herr Schmidt kann

Aber mir ist natürlich jeder verschmitzte Schmidt lieber als jedes noch so winzige Lebenszeichen von, sagnwama, Jürgen Fliege zum Beispiel. Von dem hat man ja lange nichts gehört.
Aber wie ich so dasitze und Bücher betrachte, da stolpere ich doch tatsächlich über:

Ah, ein Gartenbuch. Das muss ja noch nichts Schlechtes sein.

Dann drehe ich es um und sehe, es handelt wieder mal von Jürgen Fliege.

Wie sehr hätte ich mir ein echtes Gartenbuch gewünscht

Aber man kann nicht alles haben.
Zutritt zur Bloggerlounge zum Beispiel. Ich dachte ja, als Mutter aller Messeblogger müsste diese Lounge ja wenigstens nach mir benannt sein, die Herr-Mayer-Aula oder so, aber nein, nicht nur das nicht, sondern die haben mich auch nicht reingelassen, weil Blogger extra mit einem B akkreditiert sein müssen.

Mir hat ein B gefehlt.

Für den blöden Businessclub brauche ich doch auch kein B!

So sieht die Bloggerlounge aus, mit mir nicht darin. Deshalb suche ich nun menschliche Nähe und ein Tellerchen Süppchen. Beides finde ich beim Stand der

FRANKFURTER BUCHMESSE: MITTAGSTISCH

Fangen wir mit der menschlichen Nähe an: Von links nach rechts: Messemanagement Gabi Rauch-Kneer, Matthias Mayer vom Messemagazin BuchMarkt, Katja Böhne, Pressesprecherin der Frankfurter Messe, und Rolf Nüthen vom Verlegerausschuss des Börsenvereins.

Was für ein Wirtshaushaufen!

Außerdem hat meine Messeverbündete Maren Ongsiek mir extra ein Süppchen reserviert, das Indonesien gewidmet ist: Eine Kräuterspinatsuppe, die garantiert keinen Estragon enthält. Und sie ist auch nicht scharf. Aber lecker.

Aber nicht scharf.

Wichtig ist auch, dass ich schon mal meine Indonesientasse im Koffer habe. In ihrem Boden befindet sich ein Space Invader.

Huch, tatsäclich!

Dann sieht man genauer hin, bis man merkt, was es tatsächlich sein soll:

Ein Klöppeldeckchen.

Nein, aber nein! Das sollen – und das sieht man doch nun wirklich – die 17.000 Inseln der Vorstellungskraft sein.

Danke, Frau Ongsiek!

Für die Tasse danke ich recht herzlich! Da darf man ja auf Holland 2016 richtig gespannt sein.

Aber bleiben wir noch beim Frankfurtgastland des kommenden Herbstes:

INDONESIEN-KONFERENZ

Jawohl, als hätte mir Israel noch nicht gereicht. Wieso ist hier eigentlich so viel Indonesien? Kann Frankfurt nicht warten, bis es dran ist? Jedes Mal, wenn der Zille ein Wort sagen will, machen die Frankfurter schnell irgendwo eine Indonesien-Veranstaltung.

Vier Leute, das heißt vier Reden? Ich bin weg.

Hauptsächlich erwähnenwert finde ich das, weil FFM-Messe-Chef Juergen Boos hier den indonesischen Literaten Goenawan Mohamad als den “indonesischen Rudolf Augstein” vorstellt.

Und wissen Sie was:

Da hätte ich ja gerne gewusst, wie die Simultandolmetscherin DAS übersetzt.

Aber nun gut. Ich halte es der Fairness halber so ähnlich wie heute morgen bei Israel: Wenn ich nur einen lustigen Anblick sehe, bin ich weg. HE – Was ist denn DAS:

Wie er da hinter der Kamera kauert, der Kollege Bardola! Hihi!

Also, das genügt mir. Auf geht’s zur…

HAPPY HOUR

Aber welcher? Ich wähle natürlich die der Frankfurter Buchmesse. Die Drinks hier stehen immer ganz im Zeichen unseres nächsten Gastlandes. Indonesische Drinks sind aber ein Problem, weil Indonesien ein muslimisches Land ist.

Aber immerhin gibt es Saft und Wein von der Messe, wenn schon die Indonesier nichts anbieten.

Dass es keine Cocktails gibt, ist schon mal kein guter Einstieg. Aber das Essen ist auch leer:

Wie die Heuschrecken! Und ich war diesmal keine von ihnen! Wie traurig!

Und ta taucht Katja Böhne auf, die sonst immer Presseschufterei auf Frankfurtniveau leitet, und inisitiert noch ein Tablett Häppchen herbei. Nur mit den Augen! Also das Insistieren, nicht das Tablett Häppchen.

Tja, wir Frankfurtleute.

Hier mit Raphaela Sabel, die vom Frankfurter Messebüro zur Redaktionsleitung vom Schweizer Verlegerverband gewechselt ist.

Und es gibt tatsächlich Nachschub:

Das Scharfe hier. Häppchen.

Ob das an Frau Böhnes böhnem, äh, bösen Blick lag, weiß ich nicht, aber sie sprach Essen herbei, und es kam.

Und wie das den Mayer freut!

Und wen trifft man sonst so auf der Happy Hour?

Dieser Typ hier vom Mira-Verlag

Das ist übrigens Julius Arens, PR-Abteilung bei Mira. Sie können mich gerne mal auf ein Stück Kuchen an den Mira-Stand einladen, dann müssen Sie nicht so gruselig im Hintergrund stehen.

Das schönste Foto ist natürlich wieder mal das, das die beiden allerschönsten Menschen der Buchmesse vereint: Exgeneraldirektor Holger Ehling und Maren Ongsiek, die Unerschütterliche.

Das muss in den Handel!

ABSCHLUSS

Unerschütterlich muss ich auch für den Abdruck meines heutigen Überraschungsinterviews sein, denn ich warte noch auf Freigabe. Aber es war schon mal ein großer Spaß:

Aber wer wollte das bezweifeln?

Aber mehr darüber im morgigen Freitagsbericht.

Heute kam ich durch die schöne Happy Hour so spät raus, dass ich dreierlei dachte:

1.: Abends sehen diese Hallenrolltreppen ja sehr schön aus.
2.: Abends sehen diese Verbingsröhren gar nicht einladend aus.
3.: Die armen Schweine vom mdr machen heute Überstunden.

Ich wünsche Ihnen einen guten Messefreitag und freue mich auf meinen!

Beste Grüße,

Ihr
Matthias Mayer

herrmayer@hotmail.com

www.herrmayer.com

Übrig gebliebenes Foto des Tages

Teil 2 von 5: Der Astronaut
…und dabei war es das erste, dass ich heute schoss

Zum Messe-Mayer des 3. Tages: [mehr…]

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