"Wr möchten Solidarität erweisen und bedauern, dass für diese Ausnahmesituation keine Alternative gefunden wurde“ Jury des Ingeborg Bachmann-Preises 2020 beklagt die Absage diesjährigen Tage der deutschsprachigen Literatur

Mit einem offenen Brief an die Landesdirektorin des ORF-Kärnten, wehrt sich die Jury des Ingeborg Bachmann-Preises 2020 gegen die Aussetzung der diesjährigen Tage der deutschsprachigen Literatur:

„Wir möchten betonen, dass wir als Jury es gerade in der jetzigen Situation ausnehmend wichtig gefunden hätten, dass der Bewerb stattfindet. Es wäre ein Zeichen der Solidarität mit den Kulturschaffenden, aber auch mit den Kulturkonsumierenden gewesen“, heißt es in dem von Klaus Kastberger, Brigitte Schwens-Harrant, Philipp Tingler, Michael Wiederstein und Insa Wilke unterzeichneten Brief.

„Wir halten die Tage der deutschsprachigen Literatur für eine außerordentlich wichtige Institution des Kulturlebens im deutschsprachigen Raum. Keine vergleichbare Institution verfügt über eine so vielversprechende Ausgangslage, ein solches Experiment auch zum Erfolg zu machen. Wir möchten den Autorinnen und Autoren gegenüber, die als erste, weit vor den Institutionen, existentiell bedroht sind, Solidarität erweisen und bedauern, für diese Ausnahmesituation keine Alternative gefunden wurde.“

 

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