Die Buchhandlung blattgold-literatur ist der neue Kultur-Fixpunkt für München-Moosach und darüber hinaus Vera Kahl: „Ich habe versucht herauszufinden, wo eine Buchhandlung wirklich wichtig wäre“

Moosach ist einer der weniger prominenten Stadtteile von München. Ein altes Arbeiterviertel, in dem es Speditionen statt Theater, und Fabriken statt Galerien gibt, auch wenn es in den letzten Jahren eine deutliche Belebung und auch eine Aufwertung durch rasanten Wohnungsbau und die extrem anziehenden Mietpreise erfahren hat. Dennoch: Will man ausgerechnet hier eine Buchhandlung eröffnen? Kann man das überhaupt?

Vera Kahl wollte.  Und sie konnte. 2015 war das, im September. Nach kurzer Liebäugelei mit alten Geschäftsräumen entschied sie sich für das kleine Lädchen, das durch glückliche Fügung wieder frei geworden war in einem neu erbauten Einkaufszentrum. Warum hier?

Buchhändlerin Vera Kahl: „Ich möchte mich mit schönen Dingen befassen“

„Ich wollte nicht in Haidhausen zwischen vielen existierenden Buchhandlungen eine weitere eröffnen“, erklärt die symphatische Mittfünfzigerin. „Stattdessen habe ich versucht herauszufinden, wo eine Buchhandlung wirklich wichtig wäre.“

Dass das in Moosach der Fall sein würde, war offensichtlich. Ob es auch funktionieren würde, eher nicht. Denn die Kundschaft hier ist preissensibel – und sie ist traditionell kein Kulturbürgertum. So jedenfalls der Verdacht, der sich aufdrängt in einem traditionell strukturschwachen Viertel.

Lesen Sie den vollständigen Artikel von Thomas Montasser ab Seite 30.

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