Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Wer war Charlie Hebdo?“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Drei Frauen mit Rachemotiven“: Margaret Atwood setzt den Stoff aus Der Report der Magd fort: „Die Zeuginnen ist ein ganz anderes, weniger literarisches Buch geworden (…). Obwohl es sich der gleichen Form der Zeugnisablage bedient, die Margaret Atwood als Mittel der direkten Kommunikation zwischen Autor und Leser fasziniert, liest es sich mehr wie ein Spionageroman nach der Art von John Le Carré, durchsetzt mit Dickens’scher Satire und Atwoods typischen humoristischen Anstrichen, die mitunter laut auflachen lassen.“
    Margaret Atwood, Die Zeuginnen (Berlin Verlag)
  • „Einstein gegen Newton in der Zone der Totalität“: Die Geschichte der Messungen anlässlich der totalen Sonnenfinsternis von 1919: „Die Geschichte um die Sonnenfinsternis 1919, in der bei Kennfick nicht nur die Hauptakteure, sondern auch zahlreiche illustre Nebenfiguren auftreten, eignet sich als Lehrstück nicht nur für die Wissenschaftsgeschichte der Physik, sondern für das Verständnis, wie Wissenschaft insgesamt funktioniert.“
    Daniel Kennefick, No Shadow of a Doubt. The 1919 Eclipse that confirmed Einstein’s Theory of Relativity (Princeton University Press)
  • „Im Himmel über Berlin“: Sybille Lewitscharoff „erteilt in ihrem Roman einem dampfplauderndem Geist das Wort“: „Ein Fehler vielleicht auch, das ‚Roman‘ auf dem Umschlag steht. Als ‚metaphysisches Kabarett‘ hätte man sich die Sache eher gefallen lassen.“
    Sybille Lewitscharoff, Von oben (Suhrkamp)
  • „Der Klügere normiert nach“: Der wunde Punkt der deutschen Restitutionsdebatte: Sophie Schönbergers „Beitrag zu einer Debatte, in der die Formeln falscher moralischer Sicherheit den Ton angeben“, besticht „durch die Vielzahl der Informationen und Gedanken“.
    Sophie Schönberger, Was heilt Kunst? Die späte Rückgabe von NS-Raubkunst als Mittel der Vergangenheitspolitik (Wallstein)

  • „Der launische Gott“: Das Geld wird zum Erzähler in diesem Finanzwelt-Roman: „Gut für uns und den Roman, dass kein Erzähler an seinen Meinungen zu messen ist. Idealerweise hat er nämlich keine, und schon gar keine eigenen.“
    Ernst-Wilhelm Händler, Das Geld spricht (S. Fischer)
  • „Die Mistel im Baum der Gesellschaft“: Paare zwischen den Kulturen: „Man könnte das Buch, das so viele Liebesgeschichten ausbreitet, geradezu eine Novellensammlung nennen. Es ist eine doppelte Geschichte, eine im politischen wie im poetischen Sinne, der aber eines fehlt: die psychologische Perspektive.“
    Michael Jeismann, Die Freiheit der Liebe. Paare zwischen zwei Kulturen. Eine Weltgeschichte bis heute (Hanser)

Neue Taschenbücher

  • „Charmant monströs“: Amélie Nothomb, Töte mich (Diogenes)
  • „Ein Haus der Bedrohung“: Scott Thomas, Kill Creek (Heyne)
  • „Ende einer Utopie“: Andrej Platonow, Die Baugrube (Suhrkamp)
  • „Wie eine Fledermaus im Zickzack“: Margriet de Moor, Von Vögeln und Menschen (dtv)
  • „Hass auf die Menschheit“: Wolfram Kinzig, Christenverfolgung in der Antike (C.H. Beck)
  • „Der große Schildkrötenreiter“: Michael Hugentobler, Louis oder Der Ritt auf der Schildkröte (dtv)

  • „Wer war ‚Charlie Hebdo?‘: Der französische Zeichner und Überlebende des Anschlags von 2015 lässt hinter die Kulissen blicken: „Luz‘ Buch ist eine Hommage an das Magazin und jene, die es ausmachten.“
    Luz, Wir waren Charlie Hebdo (Reprodukt)

 

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