Umgeblättert Umgeblättert heute: Politische Bücher für Kinder und Jugendliche

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Die vielfach Verlorene“: Wie die Schriftstellerin Brigitte Schwaiger starb.

  • „‚Ich war nackt wie ein Gletscher'“: Naturzerstörung ist Ausgangspunkt der Gedichte Marion Poschmanns: „Bei aller Strenge ist Humor das Medium, das die Dinge in Fluss bringt.“
    Marion Poschmann, Nimbus (Suhrkamp)
  • „‚Wer Hamlet spielen will, ist schon mal falsch besetzt'“: Klaus Pohl erinnert sich an die Proben zur legendären Zadek-Inszenierung mit Angela Winkler: „Pohl liest dynamisch-zackig, in schnellem Tempo, maximal unsentimental, ohne musikalische Untermalung, ohne nachbearbeitete Perfektion, fünfeinhalb Stunden lang.“
    Klaus Pohl, Sein oder Nichtsein (Der Audio Verlag)
  • „Ohne Lift kein Enzian“: Hansjörg Küster schreibt eine Geschichte der Alpen. Sie „erscheint in der Reihe C.H. Beck Wissen, die es mittlerweile auf Hunderte von Titeln gebracht hat, von denen jeder sein Thema (…) so zusammenfasst, dass der interessierte Laie sich auf der Höhe des aktuellen Diskussionsstands befindet und alles erfährt, was er wissen muss. Dass es dieser Reihe gelang, jemanden wie Küster zu verpflichten, beweist ihr Niveau“.
    Hansjörg Küster, Die Alpen (C.H. Beck)

Politische Kinder- und Jugendliteratur

  • „Freigeist im Kühlschrank“: 25 Geschichten und Gedichte über Demokratie zeigen, „wie es auch im Alltag gelingen kann, demokratisch und solidarisch miteinander umzugehen“.
    Karin Gruß (Hg.), Wer tanzt schon gern allein (Peter Hammer Verlag)
  • „Notnahrung für einen Monat“: Ein Junge gerät in eine militante Gruppe von sogenannten Reichsbürgern. Martin Schäuble „gelingt es, sein aufklärerisches Anliegen geschickt in einen die Spannung stets aufrechterhaltenden Jugendroman zu packen“.
    Martin Schäuble, Sein Reich (S. Fischer)
  • „Fahrrad als Waffenversteck“: Junge Niederländerinnen kämpfen gegen SS und SA. „Dieses Buch ist wichtig, weil es heute immer schwieriger wird, Jugendlichen Zusammenhänge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu vermitteln.“‚
    Wilma Geldof, Reden ist Verrat. Nach der wahren Geschichte der Freddie Oversteegen (Gerstenberg)
  • „Glauben an den Endsieg“: Die Rückkehr des Vaters nach dem Krieg lässt den Sohn verzweifeln. „Trotzdem kommt einem der Charakter der Hauptfigur nie so nahe, dass man ihn als Persönlichkeit wahrnehmen wollte. Das weitaus Störendere sind jedoch die konstruierten Dialoge des Romans, die an das Gesprächsniveau mancher Vorabend-TV-Serie erinnern.“
    Sarah Bergmann, Der Junge aus dem Trümmerland (Magellanverlag)
  • „Der Gefangene Vogel singt“: Die Geschichte der Dichterin Maya Angelou. „In nur wenigen Sätzen wird der Werdegang des schwarzen Mädchens zur berühmten Bürgerrechtlerin skizziert.“
    Lisbeth Kaiser, Maya Angelou (Reihe: Little People, Big Dreams; Insel Verlag)
  • „Hass und Hilfe“: Drei Jugendliche auf der Flucht. Das Buch „weckt Verständnis und Empathie. Das ist umso wichtiger, sagt der Autor selbst, in Zeiten in denen Jugendliche vermehrt rassistische Bemerkungen hören.“
    Alan Gratz, Vor uns das Meer (Hanser)
  • „Lügen haben gelbe Haare“: Martin Baltscheit erzählt spannend und begreiflich von der fiesen Wirkungsweise gezielter Desinformation.
    Martin Baltscheit, Lang lebe König Frosch! (Dressler)

  • „Es bleibt die Literatur“: Jürgen Habermas sieht unsere politische Zukunft durchdie sozialen Medien bedroht. Hoffnung macht ihm die Asozialität von Kunst und Literatur.
    Warum Lesen – Mindestens 24 Gründe (Suhrkamp)

 

Auf der Titelseite der Welt heute: „‚Ich erzähle die Wahrheit – über Folter, Missbrauch'“. Sayragul Sauytbay hat in einem Umerziehungslager in China Unvorstellbares durchlitten. Ein Gespräch über ihren Kampf um Freiheit.
Sayragul Sauytbay / Alexandra Cavelius, Die Kronzeugin (Europa)

 

 

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