Umgeblättert Umgeblättert heute: „Grausame und barmherzige Geschichten“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „‚Und wenn sonst nichts weiter stabilisiert ist, so doch der Kapitalismus'“: Werner Boldts Biografie über den Pazifisten, Demokraten und Journalisten Carl von Ossietzky.
    Werner Boldt, Carl von Ossietzky (1889-1938) (Donat-Verlag)

  • „Auf Vorrat denken“: Ein philosophisches Buch als „Echtzeit-Beitrag“ zur Corona-Krise: „Das Problem solcher Corona-Philosophie ist niccht, dass sie zu philosopphisch wäre, im Sinne von zu weltfremd, sondern dass sie noch nicht philosophisch ist, also zu wenig über den Sinn von Lebensvollzügen nachdenkt.“
    Nikil Mukerji / Adriano Mannino, Covid-19: Was in der Krise zählt. Über Philosophie in Echtzeit (Reclam)
  • „Die Lücke im Kalender“: Jean-Philippe Toussaint, „der aus seinen Texten so gern dichte, lustvolle Verweissysteme webt“, verwickelt einen Zukunftsforscher in dreckige Deals mit Cyberkriminellen.
    Jean-Philippe Toussaint, Der USB-Stick (Frankfurter Verlagsanstalt)

  • „Die Sturheit des Himmerlandsvolks“: Johannes Vilhelm Jensen „erzählt grausame und barmherzige Geschichten aus Nordjütland, ohne dabei in Folklore abzudriften“. „Es ist dieses Spannungsverhältnis und Jensens Erzählkunst, die seine Geschichten überaus lesenswert machen. Worin die spezifischen Schwierigkeiten liegen, Jensens Sprache angemessen ins Heute zu transportieren, das hat der Übersetzer Ulrich Sonnenberg in einem kurzen editorischen Nachwort an einem Beispiel herausgearbeitet. Ihm selbst ist das bravourös gelungen.“
    Johannes V. Jensen, Himmerlandsgeschichten (Guggolz Verlag)
  • „Rollenzuschreibung unerwünscht“: Cihan Acar beschreibt die Rückkehr eines türkischstämmigen Schwaben. „Es lohnt sich, Geschichten wie die von Kemal zu lesen, aus Städten, die wir noch nicht kennen.“
    Cihan Acer, Hawaii (Hanser Berlin)
  • „Wie viel politische Handlungsschwäche verträgt die Demokratie?“: Ulrike Ackermann verteidigt die Freiheit gegen Systemzwänge und Anpassungsdruck. „Ihr Schlussplädoyer gilt dem freischwebenden Intellektuellen, der sich von Systemzwängen und Konformitätsdruck befreit. Mit ihrem Buch zeigt sie, wie man es machen kann.“
    Ulrike Ackermann, Das Schweigen der Mitte. Wege aus der Polarisierungsfalle (wbg/Theiss)

 

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