Umgeblättert Umgeblättert heute: Etwas „für die Jäger unter den Lesern, nicht die Sammler“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Lieber doch kein Enkel des Kaisers“: Jürgen Egyptien spürt Hans Leberts Biographie nach. „Egyptien zeichnet mit sicherer Hand das Bild eines eigenbrötlerischen, (…) im Umgang aber liebenswürdigen und amüsanten Mannes.“
    Jürgen Egyptien, Hans Lebert. Eine biografische Silhouette (Sonderzahl Verlag)
  • „In der Ukraine war alles schön eindeutig“: Lana Lux erzählt eine belastete Familiengeschichte. „Das ist was für die Jäger unter den Lesern, nicht unbedingt für die Sammler.“
    Lana Lux, Jägerin und Sammlerin (Aufbau Verlag)
  • „Ich widerspreche, wie nie widersprochen worden ist“: Zweimal Nietzsche: „Prideaux‘ Biographie ist flott geschrieben und zeigt viel Gefühl für Landschaft, Stimmung, Setting, auch für Dramaturgie. Leider ist das schon alles, was sich zugunsten dieses Buches sagen lässt. (…) Heinrich Meier hingegen nimmt Nietsches letztes Schaffensjahr in den Blick. (…) Sein Buch zeigt, dass uns Nietzsches Umwertung aller Werte noch sehr wohl etwas angeht.“
    Sue Prideaux, Ich bin Dynamit. Das Leben des Friedrich Nietzsche (Klett-Cotta)
    Heinrich Meier, Nietzsches Vermächtnis. „Ecce homo“ und „Der Antichrist“. Zwei Bücher über Natur und Politik (C.H. Beck)

  • „Pack den Auerochsen ein“: Kathrin Passig und Aleks Scholz erklären, wie man in die Vergangenheit reist. „Hinter der pragmatischen Handbuchfassade kommen höchst philosophische Grundprobleme zum Vorschein, angefangen bei der Frage, warum Menschen aus der Geschichte offenbar nichts lernen.“
    Kathrin Passig/Aleks Scholz, Handbuch für Zeitreisende. Von den Dinosauriern bis zum Fall der Mauer (Rowohlt Berlin)
  • „Wozu man sich die Stirn zerfurcht“: Sebastian Ostritsch schildert Leben und Denken Hegels und „lässt die Frage nach der Aktualität Hegels in der Schwebe“.
    Sebastian Ostritsch, Hegel. Der Weltphilosoph (Propyläen Verlag)
  • „Terpentin und Tinte“: Helle Prosa aus Christoph Meckels Schriftstellerleben. „Noch im unscheinbarsten Stück ist die ganze Sprachkraft Meckels zu finden, noch in der kleinsten Zeichnung sein genauer Bleistiftstrich erkennbar.“
    Christoph Meckel, Eine Tür aus Glas, weit offen. Gesammelte Prosa (Hanser)

  • „Für Glück ist hier kein Platz“: Marco Balzano erzählt, wie der sogenannte Fortschritt und die Nazis ein Dorf in Südtirol verschwinden ließen. „Balzanos Buch ist trotz der bedrückenden Geschichte, von der es handelt, ein Unterhaltungsroman in gutem Sinn. Es wundert einen nicht, dass der Autor damit für den wichtigen italienischen Literaturpreis Premio Strega nominiert war.“
    Marco Balzano, Ich bleibe hier (Diogenes)

Und in der taz wird das Buch Nachtgedanken von Wallace Shawn (Alexander Verlag) besprochen: „Shawns Nachtgedanken führen den Gemütszustand eines politisch wachen Zeitgenossen vor, der über seine Albträume nachgrübelt, von Nachrichtenbruchstücken und Fernsehbildern verfolgt wird und die darin sichtbare reale Gewalt reflektiert.“ https://taz.de/!5697491/

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