„Die meisten fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung, sondern kommen her, um in die Sozialsysteme einzuwandern, über 95 Prozent.“ Suhrkamp distanziert sich von Tellkamp-Position

Die umstrittene Äußerungen zur Flüchtlingspolitik von Uwe Tellkamp bei einer Diskussionsveranstaltung mit ihm und Durs Grünbein haben den Suhrkamp Verlag dazu veranlasst, auf Distanz zu seinem Autor zu gehen – per Twitter: „Aus gegebenem Anlass: Die Haltung, die in Äußerungen von Autoren des Hauses zum Ausdruck kommt, ist nicht mit der des Verlags zu verwechseln. #Tellkamp“, twitterte Suhrkamp am Freitag.

In der Diskussion im Dresdner Kulturpalast hatte der gebürtige Dresdner Tellkamp (das ist übrigens Grünbein auch) Positionen der AfD und der Pegida-Bewegung vertreten und zu den Motiven von Flüchtlingen unter anderem gesagt: „Die meisten fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung, sondern kommen her, um in die Sozialsysteme einzuwandern, über 95 Prozent.“

Ausgangspunkt der Debatte war die „Charta 2017“ über den Umgang der Frankfurter Buchmesse mit rechten Verlagen 2017. Die Diskussion über die Teilnahme rechter Verlage hält jetzt auch in Bezug auf die Leipziger Buchmesse an, wie der Tagesspiegel berichtet: In einem offenen Brief, der am Freitag in Leipzig verbreitet wurde und sich gegen die Teilnahme rechter Verlage richtet, wird der Messeleitung vorgeworfen, „eine Mitverantwortung für die Normalisierung rassistischer und sexistischer Positionen im Parlament und auf der Straße“ zu tragen: Hier gehts zum Bericht.

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