Schweizer Buchpreis zum zwölften Mal in Basel vergeben Sibylle Berg gewinnt den Schweizer Buchpreis 2019

Der diesjährige Schweizer Buchpreis geht an Sibylle Berg für ihren Roman GRM. Brainfuck (Kiepenheuer & Witsch). Er ist dotiert mit 30‘000 Franken, die weiteren Nominierten erhalten je 3’000 Franken.

In der Begründung der Jury heisst es: «Sibylle Berg ist das Kunststück gelungen, einen Roman zu schreiben, der formal Avantgarde ist und inhaltlich die Lesenden im Innersten packt. Mit sarkastischem Ingrimm begleitet sie vier Londoner Jugendliche aus kaputten Familien durch die Horrorszenarien einer deregulierten Gesellschaft und weiter in die Zukunft, in die Diktatur der künstlichen Intelligenz. Dem entfesselten Kapitalismus setzt die Autorin ihre entfesselte Fantasie entgegen. Eine kompromisslose Gesellschaftskritik in hochexplosiver Sprache, mit Spreng-Sätzen und bösem Witz.»

«GRM. Brainfuck» ist einer von fünf Titeln, welche die Jury im September aus 71 eingereichten Romanen und Essays von Schweizer Autorinnen und Autoren nominiert hat. Die weiteren Nominierten waren:

Simone Lappert: «Der Sprung» (Diogenes Verlag)
Tabea Steiner: «Balg» (Edition Bücherlese)
Alain Claude Sulzer: «Unhaltbare Zustände» (Galiani Verlag)

Ivna Žic: «Die Nachkommende» (Matthes & Seitz Verlag)

Der Schweizer Buchpreis wurde 2008 vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) initiiert. Ziel ist es, die öffentliche Diskussion über Bücher von deutschsprachigen Schweizer Autorinnen und Autoren zu animieren und mit der aktiven Werbung im Buchhandel sowie mit einer Lesetour durch die Schweiz und Nachbarländer dazu beizutragen, dass diese stärker wahrgenommen, gelesen und gekauft werden. Inzwischen hat sich der Schweizer Buchpreis als eine der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen der Deutschschweiz etabliert.

Kommentare (1)
  1. Da fragt man sich wirklich, was sich die Jury dabei gedacht hat. Frau Bergs „literarisches Schaffen“ halte ich grundsätzlich für (völlig) überbewertet. Aber dieses Buch ist einfach nur eine Zumutung. Dafür einen Preis zu erhalten … na ja … vielleicht kann das der eine oder andere verstehen. Ich nicht.
    Aber das gilt nahezu für alle Literaturpreise im großen Stil. Sh. vor Kurzem den Nobelpreis für Handke …
    PS: Habe vor einiger Zeit mal wieder „Straße der Ölsardinen“ von John Steinbeck gelesen. Mein Gott, was für ein wunderbares Buch … Dieser Mann konnte schreiben. Frau Berg dagegen will einfach nur Aufmerksamkeit erregen. Literarisches Schreiben interessiert sie einen feuchten Kehrricht … so kommt mir Ihre manierierte Schreibe zumindest vor.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.