SUPERillu-Interview mit Nina Hugendubel: „Wir verstehen uns als traditionellen Buchhändler“

Nina Hugendubel, die gemeinsam mit ihrem Bruder Maximilian die gleichnamige Münchner Buchhandelskette führt, setzt auf Digitalisierung im Buchgeschäft, distanziert sich aber gleichzeitig von Internet-Handelsriesen wie Amazon. In einem Interview der Zeitschrift SUPERillu sagte sie: „Der Internetvertrieb spielt auch bei uns eine immer bedeutendere Rolle.“
Hugendubel sehe dort „noch erhebliche Potentiale“. Auch E-Books seien auf dem Vormarsch, und es wäre für das Unternehmen sträflich, solche Trends nicht aufzugreifen. Die Ur-Urenkelin des Firmengründers Heinrich Karl Gustav Hugendubel betont jedoch: „Hugendubel versteht sich als traditioneller Buchhändler, egal über welchen Kanal wir Bücher verkaufen.“ Die Kette setzte dabei jedoch auf ein „faires Miteinander von Verlagen, Autoren und Buchhändlern. Wir bieten auf unserer Internetseite den gesamten Service, den ein Kunde in unseren Filialen bekommt.“ Auch Lese-Tipps Das Fachwissen der hervorragend ausgebildeten Buchhändler sei einer der Wettbewerbsvorteile von Hugendubel.

Das Filialgeschäft bleibe „das Herz des Unternehmens“, so Nina Hugendubel zu SUPERillu. Das Unternehmen betreibe zurzeit bundesweit 96 Filialen und daran werde sich „in absehbarerer Zeit nicht viel ändern“, so Hugendubel. Trotz spektakulärer Schließungen von Filialen etwa in München suche die Kette stets nach guten Lagen. „Ergibt sich eine, machen wir eine Filiale auf. Allerdings nicht mehr mit so großen Flächen wie in den 80er- und 90-Jahren.“

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