Joseph Wilsons Bush-Enthüllungen starten heute in den USA

Ein Buch, das George W. Bush Kopf und Kragen kosten könnte: In den USA erscheinen heute Joseph Wilsons Enthüllungs-Memoiren „The Politics of Truth“ (bei uns ab 25. Mai unter dem Titel „Politik der Wahrheit“ bei S. Fischer) mit einer Startauflage von 130.000 Exemplaren.
Wir erinnern uns: Joseph Wilson, der ehemalige Botschafter im Irak, reiste 2002 im Auftrag der CIA nach Afrika, um zu überprüfen, ob Saddam Hussein Uran in Niger gekauft hatte. Wilson fand dafür keine Beweise. Als der langgediente Diplomat und Botschafter der USA dann im vergangenen Jahr die Kriegslügen der Bush-Administration öffentlich aufdeckte, wurde er nicht nur weltweit bekannt, sondern geriet auch als unliebsamer Kritiker in die Schusslinie der US-Regierung. Kurz darauf wurde Wilsons Ehefrau Valerie Plame, eine CIA-Mitarbeiterin, durch hohe Beamte des Weißen Hauses als Agentin „enttarnt“. Mittlerweile gibt es Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Vorwürfe: Jedenfalls ermittelt derzeit das Justizministerium gegen Mitglieder der Administration. Insider sprechen schon von einem neuen Watergate, denn: Der Skandal ist nicht nur politisch, sondern auch juristisch brisant, und genau dies könnte ihn für die Bush-Regierung so gefährlich machen.
Der britische The Independent stellt heute in einem großen Artikel Wilsons Buch vor und resümiert die Gefahr für die Buch-Administration, auch im Vergleich zu den anderen aktuellen Enthüllungsbüchern: „His memoir could be the most damaging …“:
Link(http://news.independent.co.uk/world/americas/story.jsp?story=516301).
Weitere Informationen: www.thepoliticsoftruth.com

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