Heute in der WELT: Der Pulitzer-Verlag wird für 1,46 Milliarden verkauft

„Die Verlegerfamilie Pulitzer hat schon so manchen Sturm überstanden. Besonders eine Episode aus dem Jahr 1986 hat sich ins kollektive Gedächtnis eingeprägt: Damals wehrte der Enkel des legendären Gründers, beide namens Joseph Pulitzer, den Übernahmeversuch eines anderes Unternehmens mit aller Macht ab: ‚Ich werde meine Herkunft nicht gegen einen Topf Gold eintauschen‘“, so beginnt Gerti Schön heute in der WELT ihren Artikel.

Doch all das ist lange her, denn nun haben die verbleibenden Familienmitglieder des Zeitungsunternehmens, allen voran die Witwe des Enkels, Emily Rauh Pulitzer, sich am „Tafelsilber“ vergriffen: Die Firma wird für 1,46 Milliarden Dollar an den US-Zeitungskonzern Lee Enterprises verkauft, der sich, ebenso wie Pulitzer, auf lokale und regionale Blätter spezialisiert hat.

Das Motiv für den Verkauf ist klar: „cashing out“, also Geld hereinholen, solange die Zeitungen einen Wert haben, „den sie vielleicht nie wieder haben werden“, meint Industriebeobachter John Morton von der Consulting-Firma Morton Research.

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