Heute in der WAMS: Wolf Schneider über die Suche nach neuen Ideen im Zeitungsmarkt / Trend: Großteil des Stellenmarkts wechselt ins Internet

Heute auf der Medienseite in der WELT AM SONNTAG ein Beitrag von Wolf Schneider („Deutsch für Profis“, u.v.a.) über die Krise der Tageszeitungen – und die darin liegende Chancen. Denn die Wirtschaftsflaute sei nur eine von vier Ursachen der Bedrängnis der Tageszeitungen. Die Flaute werde vorübergehen; die drei anderen Bedrohungen werden bleiben.

Die erste Bedrohung sei die Aktualität. Schneider: „Noch nie war die Zeitung auf dem Frühstückstisch so alt wie heute. Erst hat ihr das Radio, dann das Fernsehen, dann das Internet in der Aktualität den Rang abgelaufen.“ Wenn die Tageszeitung noch Neues, Unvermutetes anbieten wolle, dann müsse sie mit mehr Phantasie gemacht werden.

Die zweite Bedrohung sei das Internet: „Ein großer Teil des Anzeigengeschäfts – der Stellen-, Auto- und Wohnungsmarkt – ist im Internet technisch besser aufgehoben und wird nur teilweise in die Zeitungen zurückkehren, auch wenn die Wirtschaftskrise vorüber ist.“

Und die dritte Bedrohung sei der sinkende Anteil der jungen Leser.

Der Beitrag ist auch mit Blick auf BuchMarkt und unser Konzept im Wettbewerb höchst lesenswert: Schneider bestätigt unsere Strategie und beschreibt im Grunde genau, wie BuchMarkt mit redaktioneller Eigenständigkeit und anderem Blick auf die „Nachrichten“ über Jahre seine Position im Markt gehalten hat gegen die „schnelleren“ Blätter. Und er bestätigt sogar unsere Einschätzung der Stärken des Internets, die bei uns zur Einführung des Stellenmarkts auf dieser Webseite geführt haben.

Denn mit einem Print-Stellenmarkt gegen den Marktführer anzutreten wäre unsinnig gewesen. Jetzt, da sich die Reichweite im Netz deutlich zu unseren Gunsten verschoben hat, macht er großen Sinn, zumal auch Schneider prognostiziert, dass Anzeigenrubriken wie Stellenmarkt, Immobilien etc. sinnvollerweise im Internet aufgehoben sind und kaum zurückkommen werden zu den Printmedien.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.