Heute in der FTD: Thomas Middelhoffs Immobilien-Anteile bei KarstadtQuelle

Heute in der „Financial Times Deutschland“: KarstadtQuelle muss bei mehreren Karstadt-Immobilien Rückstellungen in Höhe von rund 100 Mio. Euro vornehmen. „Das Pikante daran: Aufsichtsratschef Thomas Middelhoff ist gemeinsam mit seiner Ehefrau an vier der betroffenen fünf Immobilien beteiligt“, mäkelt das Blatt an dem neuen Chefsanierer des angeschlagenen Handelskonzerns.

„KarstadtQuelle hatte die zum Teil noch im Bau befindlichen Einkaufszentren und Häuser noch unter der Ägide des früheren Vorstandschefs Wolfgang Urban an geschlossene Immobilienfonds der Oppenheim-Esch-Gruppe verkauft. Hinter der Gruppe stehen der Kölner Bauunternehmer Josef Esch sowie Christopher Freiherr von Oppenheim, persönlich haftender Gesellschafter bei der gleichnamigen Privatbank Sal. Oppenheim.

Die Fonds finanzieren laut Verkaufsprospekt den Bau der Einkaufszentren beziehungsweise die Erweiterung der Karstadt-Warenhäuser in Potsdam, Leipzig, München, Wiesbaden und Karlsruhe. KarstadtQuelle ist im Gegenzug verpflichtet, die Verkaufsflächen langfristig – nach eigenen Angaben 20 Jahre – anzumieten oder an Dritte weiterzuvermieten.“

„Middelhoff und seine Ehefrau sind an vier von der Oppenheim-Esch-Gruppe aufgelegten Immobilienfonds beteiligt, wie der Aufsichtsratschef bereits bei der außerordentlichen Hauptversammlung von KarstadtQuelle Anfang vergangener Woche klar gestellt hatte“, schreibt die FTD weiter. „Die Beteiligungshöhe erreicht im höchsten Fall rund zehn Prozent. Middelhoff war in die Fonds eingestiegen, bevor er in den Aufsichtsrat berufen wurde. Seiner Ansicht nach habe er ‚keine beherrschende Einflussmöglichkeit auf den betreffenden Fonds‘, heißt es im Verkaufsprospekt weiter. Außer dem Ehepaar Middelhoff halten angeblich auch KarstadtQuelle-Großaktionärin Madeleine Schickedanz und prominente Einzelhändler Anteile.

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