Heute in der FAZ: Preisbindungsattacke in der Schweiz: Schlechte Karten für SBVV?

„Die Preisbindung wird in der Deutschschweiz erneut verboten“, schreibt Jürg Altwegg heute in der FAZ zu den neuesten Entwicklungen in der Schweiz [mehr…] [mehr…].

„Und diesmal, so erklärt die Weko, habe sie sich ausgiebig mit den kulturellen Aspekten der ‚besonderen Ware‘ auseinandergesetzt: Führt die Preisbindung zu einem größeren Sortiment? Zu einer reicheren Produktion der Verlage? Macht sie die Beratung im Buchhandel besser? Fördert ein dichteres Netz von Verkaufsstellen die Verbreitung des Buchs? Diese Fragen verneint die eidgenössische Wettbewerbskommission. Für die Argumente, mit denen die Buchhändler und Verleger die Notwendigkeit der Preisbindung rechtfertigen, kann sie keine Grundlagen erkennen.

Möglich ist nun ein neuerliches Verfahren. Natürlich hat der SBVV eine Beschwerde bereits angekündigt. Doch die Aussichten sind schlecht. „Kulturminister Pascal Couchepin lehnt die Preisbindung ab. Vergeblich hat der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg bei einem Mittagessen im kleinsten Kreis versucht, Couchepin vom Gegenteil zu überzeugen. In Schweden hatte die Abschaffung der Preisbindung katastrophale Folgen, in England führte sie zu einem Bestseller-Boom. Die Europäische Union hat sich widerwillig zu ihr bekannt.“

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