Heute in der FAZ: Pons gegen Langenscheidt und beide gegen die Billigheimer / Selbst Wörterbücher sind Ziel der Schnäppchenjäger

Jetzt greift auch die FAZ unser Thema auf: Wörterbücher bei Aldi und Co. „So klein der Markt ist, so heftig ist er umkämpft“, schreibt Susanne Preuß. „Zwar dominieren in den Regalen der Buchhandlungen die Farben Gelb (Langenscheidt) und Grün (Pons). Doch wird dort kräftig Staub aufgewirbelt. Der Stuttgarter Klett-Verlag hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, mit den Pons-Wörterbüchern ein zunehmend größeres Stück der Regalwand in den Buchhandlungen zu besetzen und zumindest bei den dicken Wälzern das Gelb von Langenscheidt zu verdrängen. Es ist ein Kampf des David gegen Goliath, denn Langenscheidt hält rund 70 Prozent des klassischen Wörterbücher-Marktes.“ Und: „Schauplatz des Zweikampfes ist neben den Buchhandlungen die Schule. Jahr für Jahr erreichen 900000 Schüler die Klasse 7, in der üblicherweise Wörterbücher angeschafft werden – und damit 900000 potentielle Käufer.“
Der Zweikampf der beiden Markenanbieter beschränkt sich aber längst nicht mehr – wie die FAZ schreibt – auf Qualitätsfragen. „‘Langenscheidt drängt mit Dumpingpreisen auf den Markt‘“, wirft Klett-Sprachen-Chef Haußmann dem Münchner Konkurrenten vor. Er spielt damit auf eine Aktion mit Lidl an. 5,99 Euro kostete dort vor wenigen Wochen ein Kompakt-Wörterbuch, das nicht etwa mit einem Billiglabel kaschiert wurde, sondern mit dem Standard-Umschlag – hellblaues L auf gelbem Grund – auf den Wühltischen gestapelt wurde. ‚Wenn Lidl eine Bestellung aufgibt, kann man schon mal eine Sonderausgabe machen‘, hält Müller von Langenscheidt dagegen. Immerhin wurden 35000 Bücher in den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch verkauft, davon ein erheblicher Teil auch über die Buchhandlungen, die laut Müller die gleichen Konditionen bekommen haben wie Lidl.“

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