Gore Vidal im Interview mit dem Tagesspiegel

Der amerikanische Schriftsteller Gore Vidal, der zur Zeit Gast des Internationalen Literaturfestivals Berlin ist, äußert sich in einem Interview mit dem Tagesspiegel über die „Bush-Junta“ und die „Vereinigten Staaten von Amnesia“. „Seit einem halben Jahrhundert sind wir rund um den Globus im Einsatz, ohne dass unsere Verfassung das legitimieren würde. Wer geglaubt hatte, das ließe sich nicht mehr steigern, wurde durch die „Bush-Doktrin“ eines Schlechteren belehrt. Dank der von ihr abgesegneten Präventivschläge befinden wir uns in einem Zustand völliger Gesetzlosigkeit: Es regiert das nackte Faustrecht. Allein aus diesem Grunde verwende ich neuerdings das Attribut „patriotisch“, das ich lange verschmäht hatte, wieder – um anzudeuten, wie weit (hoffentlich nicht endgültig) wir uns von den noblen Idealen Washingtons, Jeffersons und Madisons entfernt haben.“

Hier der Link zu dem Artikel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.10.2004/1392806.asp#art

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