FAZ: Bertelsmann-Buchclub beschwichtigt die Buchhändler / Kompromißbereitschaft beim Gesetzentwurf zur Buchpreisbindung / Weiterhin nur zwei Bestseller im Jahr

Laut FAZ von heute lenkt der Bertelsmann Buchclub in dem seit einigen Wochen schwelenden Streit mit den Buchhandlungen um das Gesetz zur Buchpreisbindung überraschend ein. “Wir wollen nicht das gleiche Buch zu einem billigeren Preis auf den Markt bringen”, versicherte Bertelsmann-Bereichsvorstand Dr. Wulf Böttger am Mittwoch dieser Zeitung. (siehe auch unsere heutige Meldung [mehr…])

Voraussetzungen für einen niedrigeren Preis müßten die Mitgliedschaft in einer Buchgemeinschaft und gleichzeitig eine unterschiedliche Ausstattung der Clubausgaben sein. Dafür werde sich das Unternehmen einsetzen. Nach dem Gesetzentwurf können Buchclubs Titel auch in gleicher Aufmachung, zur gleichen Zeit, aber zu einem niedrigeren Preis auf den Markt bringen. Dies ist nach einer brancheninternen Abmachung bisher nicht möglich. Gegen den Entwurf, für den sich der Bertelsmann-Buchclub zunächst eingesetzt hatte, hatte sich massiver Protest auf seiten der Buchhändler entzündet. Als Alternative nannte der Bertelsmann-Vorstand die Preisregelungen für sogenannte Parallelausgaben weiterhin branchenintern zu regeln und aus dem Gesetzestext ganz zu streichen. “Wir sind selbst daran interessiert, daß das Gesetz zur Buchpreisbindung zustande kommt, und sind kompromißbereit.”

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