Bild am Sonntag: Verkannte Bestseller

„Auch Harry Potter wurde abgelehnt“ titelt die BamS in ihrer heutigen Print-Ausgabe und nennt noch weitere Bestseller, die anfangs keiner haben wollte. Wie z.B. Patrick Süskinds Dauerseller „Das Parfum“, das der Hanser Verlag einst ablehnte und seitdem bei Diogenes für stetigen Umsatz sorgt.

Oder Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“, das bei gleich fünf Verlegern mit der Begründung „zu frech“ durchfiel. Oetinger ging das Risiko ein – mit bekanntem Resultat. Und S. Fischer konnte nichts mit Erich Maria Remarques Manuskript zu „Im Westen nichts Neues“ anfangen. Ullstein druckte das Kriegsepos und verkaufte es 27 Mio. mal.

Auch „Harry Potter“ löste kaum Begeisterungsstürme aus, als der britische Agent Christopher Little den Stoff vor acht Jahren auf dem deutschen Markt anbot: Ravensburger („zu dick“), Oetinger („zu teuer“) und Bertelsmann lehnten ab (letzterer, so BamS, „weil der Chef gerade Ferien machte“), Carlsen griff zu und sicherte sich auch gleich noch die Rechte für die nächsten beiden, damals noch ungeschriebenen Fortsetzungen.

Ürbigens: Nächsten Samstag erscheint der sechste Band, „Harry Potter und der Halbblutprinz“ auf deutsch. Bis jetzt wurden von allen auf deutsch erschienenen Harry Potter-Büchern 21 Millionen Exemplare verkauft.

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