Autoren brauchen Buchhandlungen

James Patterson stiftete eine Million Dollar zur
Unterstützung von unabhängigen Buchhandlungen
in den USA © Peter Jönsson

Immer wieder treten sie für den Erhalt einer lebendigen Buchhandelslandschaft ein: Schriftsteller melden sich zu Wort, weil der Wert der buchhändlerischen Arbeit für sie unverzichtbar ist.

Es sind Autoren gewesen, die die Machenschaften des Online-Konzerns Amazon aufdeckten – allen voran, nach zehnjährigen Recherchen, Brad Stone mit seinem Titel „Der Allesverkäufer“ (Campus). Dank ihrer Arbeit war der Boden vorbereitet für die öffentliche Empörung, als Amazon mit erpresserischen Methoden Verlagsgruppen wie Hachette (USA) und Bonnier zu Konditionen zwingen wollte, die den klassischen Buchhandel noch mehr in die Enge getrieben hätten.

Und auch hier waren es wieder Autoren, die die Öffentlichkeit gegen solche unfairen Wettbewerbspraktiken aufrüttelten. Der Weltbestseller-Autor James Patterson stiftete eine Million Dollar zur Unterstützung von unabhängigen Buchhandlungen, als er die Regierung Obama nicht zu bewegen vermochte, gesetzlich etwas für den Schutz des Buchhandels zu tun.

Sein großzügiger symbolischer Akt ist das Vorbild für die Pläne zur Unterstützung des Sortiments von Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Deutschland. Rund 1.000 amerikanische Schriftsteller haben sich dann in einem öffentlichen Brief vereint, den sie als ganzseitige Anzeige auf ihre Kosten in der New York Times publizierten. Rund 1.700 deutschsprachige Schriftsteller haben einen ähnlichen öffentlichen Brief gegen die Geschäftspraktiken von Amazon hierzulande unterzeichnet.

Autoren sind nicht nur die Urheber und damit wichtigste „Ressource“ des Buches überhaupt. sie sind auch weitgehend auf sich gestellte „Kleinunternehmer“, deren Unabhängigkeit Amazon bedroht. Und sie haben sich als Sprecher für den Buchhandel im öffentlichen Raum hervorgetan. Der Buchhandel verdankt ihnen auch in dieser Hinsicht sehr viel.

Weshalb wir einig Autoren gebeten haben, dem Buchhandel klar und deutlich zu sagen, warum sie ihn kulturell wie sozial für essentiell und unersetzlich halten – und wie sie sich eine Buchhandlung vorstellen, die solcher kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung gerecht wird.
Gerhard Beckmann

Lesen Sie die Meinungen von Charles Lewinsky, Bartholomäus Grill, Juli Zeh, Nina George, Friedrich Ani, und Franzobel im aktuellen BuchMarkt-Magazin ab Seite 30.

Neugierig geworden? Dann bestellen Sie hier gleich Ihr BuchMarkt-Abo.

Gerne senden wir Ihnen auch ein kostenloses Probeexemplar. Rufen Sie uns an oder mailen Sie:
nadine.lettke@buchmarkt.de
BuchMarkt Verlag K. Werner GmbH
Nadine Lettke
Sperberweg 4a
40668 Meerbusch

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.