78 Werke von Schweizer Autor/Innen waren eingereicht worden Schweizer Buchpreis 2017 geht an Jonas Lüscher für „Kraft“

Der diesjährige Schweizer Buchpreis geht an Jonas Lüscher für seinen Roman Kraft ( C.H. Beck). «Kraft» ist einer von fünf Titeln, welche die Jury im September aus 78 eingereichten Romanen und Essays von Schweizer Autorinnen und Autoren nominiert hat. Die weiteren Nominierten waren: Martina Clavadetscher: «Knochenlieder» (Edition Bücherlese), Urs Faes: «Halt auf Verlangen. Ein Fahrtenbuch» (Suhrkamp Verlag), Lukas Holliger: «Das kürzere Leben des Klaus Halm» (Zytglogge Verlag) und Julia Weber: «Immer ist alles schön» (Limmat Verlag).

Die Preisverleihung fand im Theater Basel vor rund 400 Gästen statt und wurde von Radio SRF2 Kultur live übertragen.

Die Jury würdigt das Buch als «welthaltiges, dringliches und sprachmächtiges Werk.» Der Autor schildert in ihm einen neoliberalen Rhetorikprofessor, der seiner unglücklichen Ehe und seinen finanziellen Nöten zu entrinnen versucht, indem er im Silicon Valley an einem Schreibwettbewerb teilnimmt. Im Zentrum steht die Preisfrage, ob die beste aller Welten noch weiter verbessert werden kann. Die Jury erkennt in Lüschers Roman «einen fulminanten Text, der durch seine erfrischende Bösartigkeit ebenso überzeugt wie durch seinen philosophischen Tiefgang und die kluge Gegenüberstellung von alter und neuer Welt.» Jonas Lüscher erhält dafür 30‘000 Franken, die weiteren Nominierten je 2‘500 Franken.

Mitglieder der Jury für den Schweizer Buchpreis 2017 waren: Sabine Graf (Leiterin lit.z, Literaturhaus Zentralschweiz, NEU), Manfred Papst (Kulturredaktion NZZ am Sonntag, NEU), Esther Schneider(Redaktionsleiterin Literatur SRF), Ursula Stamm (Buchhändlerin Bücher-Fass Schaffhausen, NEU) und Philipp Theisohn (Förderprofessor für Neuere deutsche Literatur am Deutschen Seminar der Universität Zürich und Jury-Sprecher).

Teilnahmeberechtigt für den Schweizer Buchpreis 2017 waren deutschsprachige literarische und essayistische Werke von in der Schweiz lebenden oder Schweizer Autorinnen und Autoren, die zwischen Oktober 2016 und September 2017 erschienen sind.

Der Schweizer Buchpreis wurde 2008 vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) initiiert. Ziel ist es, die öffentliche Diskussion über Bücher von deutschsprachigen Schweizer Autorinnen und Autoren zu animieren und mit der aktiven Werbung im Buchhandel sowie mit einer Lesetour durch die Schweiz und Nachbarländer dazu beizutragen, dass diese stärker wahrgenommen, gelesen und gekauft werden. Inzwischen hat sich der Schweizer Buchpreis als eine der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen der Deutschschweiz etabliert und geniesst über die Landesgrenzen hinaus Beachtung.

Finanziell unterstützt wird der Schweizer Buchpreis 2017 vom Schweizer Bücherbon sowie der Forlen-Stiftung und neu der Emil&Rosa Richterich-Beck Stiftung.

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