Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Walt Whitman sowie Ulrich Becher sind neu erschienen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Wow – zwei volle Seiten widmet die FR Walt Whitman: „Der Camerado von Mannahatta“. Bei Hanser sind seine Gedichte unter dem Titel Grasblätter in neuer Übersetzung von Jürgen Brocan erschienen. Jan Wagner rezensiert.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Christophine Schiller war Schillers erste Heldin. Nämlich seine große Schwester. Dieter Hildebrandt hat ihr bei Hanser eine Biographie gewidmet.

Bei dtv gibt es von Luo Lingyuan Wie eine Chinesin schwanger wird – natürlich kein Sachbuch, sondern ein Roman.

Annotationen
Edgar Dutka Fräulein, der Hundefänger kommt (Braumüller) und Joachim Rickes Bewundert viel und viel gescholten. Der Germanist Emil Staiger (1908-1987) (Königshausen & Neumann).

Neue Sachbücher
Samuel Weber Zeit ist Geld (Diaphanes) und Verena Postel Arbeit und Willensfreiheit im Mittelalter (Franz Steiner).

„Schnitzlers Doppelgänger“: Lorenzo Bellettini über „Bambi“-Erfinder Felix Salten.

Süddeutsche Zeitung

Gustav Seibt hat eine Entdeckung gemacht: Honoré de Balzacs „Faustroman“ La Peau de Chagrin (zuletzt bei Diogenes: Der Talismann oder Das Chagrinleder.

Die Identität Shakespeares ist noch immer umstritten. „Kurt Kreiler tritt nicht mit dem Anspruch der Demaskierung Shakespeares und Enthüllung seiner wahren Identität auf“, erläutert Ekkehart Krippendorff Der Mann, der Shakespeare erfand. Edward de Vere Earl of Oxford (Insel). Dennoch ist das Buch für den Rezensenten eine lohnende, spannende Lektüre.

„Lakonische Ganzkurzgeschichten“ sind in Ugo Cornia: Geschichten von meiner Tante (und anderen Verwandten, Wagenbach zu finden. Ebenfalls bei Wagenbach: Carl Wilhelm Macke (Hg.): Bologna und Emilia Romagna. Eine literarische Einladung.

Neue Taschenbücher:
Mark Twain: Bummel durch Deutschland, Insel
Jim Nisbet: Dunkler Gefährte, Pulp Master
A. V. Schönburg: Alles, was Sie schon imer über Könige wissen wollten, Rowohlt
Dieter Thomä (Hg.): Vaterlosigkeit. Geschichte und Gegenwart einer fixen Idee, Suhrkamp
Michail Bulgakow: Arztgeschichten, Sammlung Luchterhand
Ralph Martin: Ein Amerikaner in Berlin, DuMont

Die Welt

Gernot Facius über Philipp Melanchthon anlässlich dessen 450. Todestags in diesem Jahr.

Neue Zürcher Zeitung

“Totschweigen, was einen umbringt”: John Burnside blickt mit einem Roman Glister in den Abgrund menschlicher Indifferenz (Knaus).

Die NZZ würdigt Ulrich Becher, der vor Hundert Jahren geboren wurde. Sein Roman Murmeljagd liegt bei Schöffling in einer Neuausgabe vor.

“Exerzitien des Verschwindens”: Kurt Aeblis Prosaband Der Unvorbereitete (Urs Engeler Editor) bietet Notate und Reflexionen.

Heute ist sie Schriftstellerin, und den Stoff ihrer Bücher bezieht die Französin Anne Wiazemsky aus dem eigenen Leben: Als junges Mädchen wurde sie während der Schulferien zur Filmschauspielerin. In ihrem Roman Jeune fille begegnet sie Robert Bresson (C.H.Beck).

“Schön und allzu schlicht”, sind die beiden Romane Der Schmetterlingssammler (2008) und Sehnsucht nach Elena (2009) des Finnen Joel Haahtela, (Piper-Verlag).

In Kürze wird unter der Überschrift besprochen:

> “Die Welt als Längengrad”: Philippe Despoix, Die Welt vermessen. Dispositive der Entdeckungsreise im Zeitalter der Aufklärung, Wallstein-Verlag
> “Blind oder sehend?”: Stefanie Grüne, Blinde Anschauung. Die Rolle von Begriffen in Kants Theorie sinnlicher Synthesis, Vittorio-Klostermann-Verlag
> “Im Container”: Alexander Klose, Das Container-Prinzip. Wie eine Box unser Denken verändert, Mare-Verlag

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.