Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und überall zu finden: „Metropolis“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Hegemann ist auch gar nicht das Problem. Das Problem ist die Kritik“, konstatiert „Axel Lottel“, ein „prominenter Literaturkritiker“, der anonym bleiben wollte und zuletzt fordert: „Gebt ihr den Preis!“

Mit Jean Ziegler sprach die FR über Haiti und die Folgen der Katastrophe. Bei Bertelsmann ist 2009 Zieglers letztes Buch Der Hass auf den Westen erschienen.

Was Kristof Magnusson literarisch aus seinem Stoff in Das war ich nicht (Kunstmann) mache, sei „mickrig“, „prächtig“ hingegen die Verknüpfung der verschiedenen Stränge, findet Judith von Sternberg, die sogar noch „Lehrreiches“ in dem Werk entdeckt.

An „maoistische Basis-Überbau-Konstrukte vergangener Tage“ fühlt sich Rudolf Walther bei Jeremy Rifkin: Die empathische Zivilisation, Campus, erinnert.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Zum Teil sind beim Bau der Kölner U-Bahn nur 17 Prozent der vorgesehenen Menge an Stahlbügeln verbaut worden. Ob das jetzt mit dem Einsturz des Archivs zusammenhängt oder nicht: Wie kann es sein, dass so etwas nicht aufgefallen ist?

„Überaus lesenswert“ findet Helmut Mayer Ruhe sanft. Kulturgeschichte des Friedhofs von Reiner Sörries bei Butzon & Bercker.

Die New Yorker Morgan Library ist im Besitz von elf Briefen J. D. Salingers an seinen Freund E. Michael Mitchell. Diese sollten bis zum Tode Salingers unter Verschluss gehalten werden. Nachdem der Schriftsteller Ende Januar gestorben ist, plant die Bibliothek nun eine Ausstellung.

Auch William Faulkner hat abgeschrieben: Viele Namen, Situationen und Beschreibungen stammen aus Tagebüchern von Francis Terry Leak, dem Urgroßvater eines Freundes Faulkners. Das hat Sally Wolff-King herausgefunden und wird es demnächst ausführlich in Ledgers of History, William Faulkner, an Almost Forgotten Frienship, and an Antebellum Diary (Louisiana State University Press) erläutern. Allerdings schreibt Faulkner nicht einfach ab, sondern verarbeitet weiter. Ein Unterschied, der heute nicht mehr immer und überall ganz klar zu sein scheint.

Als „ganz besonderen Wandervogel und dazu noch Abenteurer, Kriegsheld und Reiseschriftsteller erster Güte“ präsentiert Werner von Koppenfels den Dichter Patrick Leigh Fermor. Fermor flog von der Schule, weil er sich dabei ertappen ließ, wie er mit einem Mädchen Händchen hielt und beschloss danach, Europa zu durchwandern. Seine Eindrücke und Erinnerungen erschienen 1977 und 1982 unter den Titeln Zeit der Graben und Zwischen Wäldern und Wassern. Auf den dritten Band wartet die Welt noch.

Die Schriftstellerin Tanja Kinkel zeigt Bernd Noack Schloss Hampton Court, in dem Teile ihres neuen Romans Im Schatten der Königin (Droemer Knaur) spielen.

„Dies ist vorläufig ‚nur‘ eine Novelle – aber eine ganz gute“, findet Edo Reents nach der Lektüre von Robert Walsers Mein Jenseits, bup.

„Zwischendurch hat man immer wieder den Eindruck, dass hier eine Buchstabenarmee in einen Krieg geschickt worden ist, der anderswo längst verloren ist“, fällt das zwiespältige Urteil von Sandra Kegel über Anne Webers für den Preis der Leipziger Messe nominierten Roman Luft und Liebe (S. Fischer) aus.

„Spätestens jetzt sollte man Paulus Hochgatterer lesen“, fordert Felicitas von Lovenberg. Das Matratzenhaus ist bei Deuticke erschienen und „vermittelt ein geschärftes Bewusstsein dafür, wie fragil die Scharniere sind, die das Innerste im Zaum halten“.

Süddeutsche Zeitung

Thomas Schmitz hat Airen getroffen. Der Blogger reagiert auf das Plagiat noch immer auffallend unaufgeregt. „Der Ullstein-Verlag, Airen und SuKuLTur haben sich jetzt darauf geeinigt, dass künftig in Hegemanns Axolotl Roadkill jene Passagen erwähnt werden, die aus Strobo stammen. Airen darf über das Abkommen nicht reden. Aus Verlagskreisen ist zu erfahren, dass Ullstein nun SuKuLTur eine kleine vierstellige Summe zahlt und wird ab Herbst Strobo in Lizenz als Taschenbuch herausgeben. Airen hofft, dass sich bis dahin überhaupt noch jemand für seinen Roman interessiert“, schreibt die SZ.

Auch Thomas Steinfeld hat Martin Walsers Mein Jenseits gelesen und sieht „ein mildes Licht dieses Altersbuchs zurückstrahlen auf ein großes Werk.“

Als Karl May Italiens präsentiert Burkhard Müller den Schriftsteller Emilio Salgari (1862-1911). Sein Pirat Sandokan lebe und kämpfe aus dem Geist der Oper, es herrsche „die unbedingte Präsenz der Leidenschaft“ im Tiger von Mompracem (Wunderkammer).

Die Welt

Paul Jandl hat Paulus Hochgatterer getroffen.

Hugo von Hofmannsthal: Sämtliche Werke. Kritische Ausgabe, Band XXXIII, S. Fischer

Belletristik

Iris Hanika: Das Eigentliche, Droschl
John von Düffel: Hotel Angst, Dumont
Juan Gabriel Vasquez: Die Informanten, Schöffling

Das Buch der Woche

John Glasco: Die verrückten Jahre, Hanser

Taschenbücher der Woche

Mehr Mut als Kleider im Gepäck. Frauen reisen im 20. Jahrhundert durch die Welt, Piper
Fabian Geier: J. R. R. Tolkien, Rowohlt
Eckard Kleßmann: Ich war kühn, aber nicht frevelhaft: Carolina Schlegel Schelling, List
Felix Wemheuer: Mao Zedong, Rowohlt

Kurz und knapp

T. C. Boyle: Das wilde Kind, Hanser
Shane Jones: Thaddeus und der Februar, Eichborn
Tom Sharpe: Lauter Irre, Goldmann
Friedrich Edelmayer: Philipp II., Kohlhammer
Sebastian Herrmann: Wir Ikeaner. Unsere verhängnisvolle Affäre mit dem kleinen schwedischen Möbelhaus, Knaur
Eva C. Schweitzer: Manhattan Moments. Geschichten aus New York, Knaur

Sachbuch
Célestin Guittard: In Pantoffeln durch den Terror, Eichborn
Kevin Moore: Starbust, Hatje Cantz
Micha Brumlik: Kurze Geschichte des Judentums, Jacoby & Stuart

Hörbuch

Robert Gernhardt: Was das Gedicht alles kann: Alles, gelesen von Robert Gernhardt, Hörverlag
Helene Hegemann: Axolotl Roadkill, gelesen von Birgit Minichmayr, Hörbuch Hamburg
Joseph Roth: Flucht ohne Ende, gelesen von Martin Wittke, Diogenes
Max Goldt: Nicht jede kalte Säge schafft es nach New York, gelesen von Max Goldt, HörbuchHamburg
Gelassen stieg die Nacht an Land, gelesen von Christian Brückner, parlando
David Foster Wallace: Unendlicher Spaß, gelesen von Maria Schrader, Joachim Krol, Harald Schmidt u. a., Hörverlag

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