Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Suhrkamp mit dem Umzug wieder in den Schlagzeilen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Jörg Plath rezensiert Esther Kinskys Sommerfrische (Matthes & Seitz) und ist außerordentlich zufrieden damit.

Sylvia Staude freut sich über Ken Bruen Jack Taylor fliegt raus (Atrium).

Heute auch hier: Das Gerichtsgerangel Suhrkamp gegen Joachim Unseld] [mehr…].

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Joseph Hanimann über neue französische Literatursaison, die mit vielen Deutschlandromanen aufwartet: Besonderheit: ohne die übliches Boches-Klischees.

Martin Halter über Harry Rowohlts Gottes Segen und Rot Front. Nicht weggeschmissene Briefe II (Kein & Aber) – „ein wenig angestrengt pointenverliebt“, findet er.

Tobias Döring über Sylvia Plaths neuübersetzte Liebesgedichte (Insel).

Annotationen
Mian Mian Panda Sex (KiWi) und Quim Monzó Tausend Trottel (FVA).

Das wissen wir aber schon länger: Von B. Traven gibt es eine neuentdeckte Geschichte: [mehr…].

Neue Sachbücher
Die Massenmedien als Blödmacher, jetzt wissen wirs dank Susanne Gaschke Klick (Herder), Michael Jürgs Seichtgebiete (C. Bertelsmann) und Alexander Kissler Dummgeglotzt (Gütersloher Verlagshaus).

Stefan Schweizer und Anthropologie der Romantik (Schönigh): da ist auch Platz für Spuk- und Gespenstergeschichten.

Die Welt

Uwe Wittstock über „Suhrkamps neuen Winkelzug“. Hintergrund: Joachim Unseld klagt gegen den Umzugsbeschluss [mehr…], Suhrkamp aber behauptet, es gäbe gar keinen solchen Entschluss, aber umziehen wird der Verlag trotzdem. Mal sehen, wie die Richter entscheiden.

Süddeutsche Zeitung

Jens-Christian Rabe nennt es ein kleines Ereignis dieses Bücherherbstes, dass nun erstmals ein Buch des britischen Philosophen und Kommentators John Gray auf Deutsch erscheint. Klett-Cotta bringt Politik der Apokalypse. Wie die Religion die Welt in die Krise stürzt heraus.

Jens Bisky findet „Gnädigster Herr, ich hab Familie.“ Schillers Bitt- und Bettelbriefe, herausgegeben von Christiana Engelmann bei Sanssouci, ein sehr schönes Schiller-Buch.

Charlotte Mosley hat In Tearing Haste: Letters between Deborah Devonshire and Patrick Leigh Fermor bei John Murray Publishers herausgebracht. Tobias Lehmkuhl hat sich die Korrespondenz zwischen dem Schriftsteller und der Duchess of Devonshire angeschaut und findet den über ein halbes Jahrhundert umspannenden Briefwechsel zwar nicht bedeutend aber kurios.

Den Gleim-Literaturpreis für bedeutende Beiträge zur Erschließung des 18. Jahrhunderts erhält in diesem Jahr der Literaturwissenschaftler Mark-Georg Dehrmann für seine Studie Das ,Orakel der Deisten’. Shaftesbury und die deutsche Aufklärung (Wallstein).

Und auch hier ist der Streit um den Suhrkamp-Umzug Thema.

Auf der „Panoramaseite“ ein Interview mit den drei Autoren, die mit der Kunstfigur Rico Beutlich zahlreiche Zuschussverlage leimten: [mehr…].

Neue Zürcher Zeitung

„Ästhetik der Grenze“: Die lange Besprechung der Monografie von Oskar Bätschmann zu Giovanni Bellini, so auch der Titel des C.H.Beck-Buches, würdigt einen weniger bekannten Meister der venezianischen Malerei. Dessen Rätsel lassen sich nicht alle lösen und Jürgen Müller merkt positiv an, dass das Buch „dem Leser nicht vormacht, alle Probleme gelöst zu haben“.

In Kürze besprochen wird unter:
> „Wir und die Kunst“: Dominik Riedo (Hg.): Heidis und Peters. Vorsicht: Kulturraum Schweiz! Eine Anthologie, Pro Libro
> Vom Chanson zur Operette: Fritz Hennenberg: Ralph Benatzky. Operette auf dem Weg zum Musical. Lebensbericht und Werkverzeichnis, Edition Steinbauer
> „Zum Objekt degradiert“: Eric-Emmanuel Schmitt: Als ich ein Kunstwerk war, Ammann

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