Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Peter Kurzeck löst Ansturm auf das Frankfurter Literaturhaus aus

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Ein langer Bericht wie der chinesische Künstler Ai Aiweiwei zum schärfsten Kritiker der Kommunistischen Partei wurde. Er hat einfach eine persönliche Unabhängigkeitserklärung abgegeben.

Gemeldet wird, dass 173 Romane für den Deutschen Buchpreis eingereicht wurden.

Annotiert wird unter der Überschrift:

> “Wo sich die verlorenen Dinge aufhalten”: Lukas Hartmann: All die verschwundenen Dinge, Diogenes
> “Mystische Fantasiewelt”: hendrik Lalk: Die bewahrer von Redhor, Papierfresserchens Mtm-Verlag

“Einer, der den rosa Winkel trug”: Die Biografie von Rudolf Brazda berichtet exemplarisch vom Leben als Homosexueller im Dritten Reich und ist “eine Überlebensgeschichte gegen das Vergessen”, sie titelt trotzdem Das Glück kam immer zu mir (Campus).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Auch hier China: Chinas Intellektuelle fühlen sich rechtlos vor dem Recht.

Sagt Ihnen noch Hartmut Gründler etwas? Der Anti-Atom-Aktivist verbrannte sich 1977 in der Ära Helmut Schmidt, der damals sagte, er lasse nicht von einem Idealisten viele Arbeitsplätze kaputtmachen. Der Intellektuelle protestierte gegen die sprachliche Verharmlosung der Atompolitik und ließ sich ein Buch von Helmut Schmidt auf den Sarg nageln, damals erschienen als GTB bei Gütersloher. Wilfried Hüfler arbeitet nun an einer Biografie über Gründler.

“Und wie viele Lederjacken haben Sie?”: Peter Kurzeck bescherte dem Frankfurter Literaturhaus einen wahren Ansturm. Er las aus Vorabend (Stroemfeld), wie berichtet [mehr…].

“Zum Bild wird hier die Zeit”: Das Reprint The Pencil of Nature (Hirmer) vermittelt die Kunst, Fotografien zu betrachten.

“Korrekturen einer Heldenbiografien”: Ludwig Jäger erläutert in Ferdinand de Saussure, was diesen wirklich zum Begründer moderner Sprachwissenschaft machte (Junius).

Putzige Vergangenheit”: Meir Shalev hat in Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger eine nostalgische Anekdotensammlung zusammengetragen (Diogenes).

“Machen die ein Theater”: In Falscher Frühling bringt Sasha Reh Chaos auf die Romanbühne. Er beschreibt mit viel Fingerspitzengefühl die menschlichen Verfilzungen des Theatermilieus.

Süddeutsche Zeitung

“Narretei aus Griechenland”: Ein fesselndes Buch über den genialen Fälscher Konstantin Simonides. Die Entzauberung einer Epoche, die als unhinterfragbar, unverrückbar klassisch gilt. Rüdiger Schaper: Die Odyssee des Fälschers. Die abenteuerliche Geschichte des Konstantin Simonides (Siedler)

“Veitstanz”: Thomas Harlans Veit ist ein verzweifelter Brief an seinen Vater, den Regisseur von Jud Süß – schonungsloser, verletzlicher und angreifbarer als seine vorangegangenen Bücher. Thomas Harlan: Veit (Rowohlt)

“Scrollen und Drosseln”: Die Jugendbuchmesse in Bologna rüstet sich für die digitale Zukunft. Schon bei Kindern wird Werbung für den Kindle gemacht.

“Chandler im Kindergarten”: Der bissige Bochum-Krimi zeichnet sich durch sprachliche Originalität aus. Lucie Flebbe: Fliege machen (Grafit)

“Nach dem KZ”: Zum Tod des griechischen Autors Iakovos Kambanellis

Die Welt

Hätten Sie es gewusst? 200.000 Israelis sind Juden lybischer Herkunft

“Von der einzig wahren Sehnsucht”: Zum Tod des Schriftstellers und Journalisten Marc Fischer. “All seinen Texten mochte man lauschen wie einer Stimme am Lagerfeuer”.

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