Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Nigel Newton erläutert die Zukunft des Berlin Verlags

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Aufmacher heute auf der Feuilleton-Seite unter der Überschrift “Abgrund des Zusammenseins” ist Adam Ross‘ Debüroman Mister Peanut, der inhaltlich und formal eine Herausforderung ist (Piper).

“Der Feuerlöscher”: Gemeint ist Peter Temples “grandioser Kriminlaroman” Wahrheit (C.Bertelsmann).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Auf der Londoner Buchmesse hat Bloomsbury-Chef Nigel Newton einer Gruppe deutscher Journalisten erklärt, dass die Globalisierung auch die Zukunft von Berlin Verlag und Bloomsbury in Deutschland betreffen werden. Er versuchte daher zu erklären, warum Berlin nach dem Weggang von Elisabeth Ruge eher wie ein Imprint behandelt werde. Das E-Book mache bei Bloomsbury bereits 10 Prozent des Umsatzes aus und werde weiter auf 30 Prozent wachsen, prognostiziert er; der versandgeschwächte stationäre Buchhandel werde das in den nächsten Jahren noch kräftig zu spüren bekommen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass dabei kulturelle Eigenarten auf der Strecke bleiben könnten.

“Greise Kaffeefürsten, Parteigroupies und Günter Grass”: Wolfgang Schömels Roman Die große Verschwendung (Klett-Cotta) ist politische Satire und erzählt vor allem vom Drama eines Mannes, der von romantischer Selbstverschwendung träumt – einsam und aufrichtig.

“Stur auch in finsteren Zeiten”: Nora Iugas autobiografischer Roman Die sechzehnjährige und der junge Mann bei Matthes & Seitz hat seinen Reiz in der vibrierenden Balance zwischen erotischer und biografischer Neugier.

“Revolte in Geschenkpapier”: Laura Alcoba beschreibt in Das Kaninchenhaus eine Kindheit im Untergrund (Berlin).

Annotiert wird unter:
> “Bestrafte Liebe”: Ulrich Schacht: Vereister Sommer, Aufbau
> “Soziale Ansteckung”: Thomas Brudermann: Massenpsychologie, Springer
> “Japans Ratgeber”: hartmut O. Rotermund: Säcke der Weisheit und Meere des Wissen. Alte Japanische Hausbücher, Iudicium Verlag
> “Schwarze Vitalität”: Georg Lennck, Iris Freudenschuss-Reichl: Nachbar Afrika, Passagen Verlag

Süddeutsche Zeitung

“Nichts Fremderes als eine Heimat, in der man nicht leben kann”: Beim Besuch von Herta Müller in Lettland flammt die Diskussion um die ehemalige Außenministerin Sandra Kalniete wieder auf, wie vergleichbar Nationalsozialismus und sowjetischer Kommunismus sind.

“Willkommen im Club”: Auch Ina hartwig war zu den Erläuterungen zum Berlin Verlag bei Bloomsbury in den exklusiven Chelsea Arts Club geladen. Dort sind alle elektronischen Geräte verboten und so mussten auch die iPads und Kindles ausbleiben, auf denen man Bloomsbury Texte hätte präsentieren können. Man suche den deutschen Stieg Larsson oder Henning Mankell, so Newton. Dass Péter Nádas zu Rowohlt wechselte, fand keine Erwähnung.

Die Welt

“Der Krieg der ganz normalen Männer”: Sönke Neitzel und Harald Welzer haben die alliierten Abhörprotokolle ausgewertet und lassen in ihrem Buch Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, töten und Sterben bei Fischer die Alltäglichkeit der Wehrmachtssoldaten entdecken.

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