Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Nachrufe auf Miep Gies und Eric Rohmer

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Alexander Kluge (Das Labyrinth der zärtlichen Kraft. 166 Liebesgeschichten, Suhrkamp) im Gespräch mit dem Virologen Alexander Kekulé.

Miep Gies, die die Familie Anne Franks versteckte, ist gestorben. Helmut Hetzel über die Frau, die sich nie als Heldin sah.

Und ein Nachruf auf Eric Rohmer.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Auch Hans Riebsamen widmet sich Miep Gies, die das Tagebuch nicht gelesen hatte, als sie es nach dem Krieg Otto Frank übergab.

Michael Müller hat zwei Romane des chinesischen Schriftstellers Mo Yan gelesen: Der Überdruss (Horlemann) wird ein Großgrundbesitzer nach einem Streit mit dem Herrn der Unterwelt mehrmals wiedergeboren. In Gestalt verschiedener Tiere erlebt er so die letzten 50 Jahre des Landes. Die Sandelholzstrafe (Insel) behandelt das Eindringen westlicher Kolonialmächte in China.

Neue Sachbücher:

Otfried Höffe untersucht die Zukunftsfähigkeit der Demokratie in Ist die Demokratie zukunftsfähig? bei Beck. Seinen Ergebnissen „ist uneingeschränkt recht zu geben“, findet Wofgang Kersting.

Süddeutsche Zeitung

Noch ein Schriftsteller im Gespräch heute. Martin Mosebach spricht mit Adrian von Buttlar über das Neue Museum Berlin.

Die große Angst in den Bergen von Charles Ferdinand Ramuz (Nagel & Kimche) „beschreibt das Erwachen der Natur aus ihrem Kulissendasein“, meint Desiree Waibel.

Der Regisseur Dominik Graf hat ein Buch über Filme veröffentlicht. Schläft ein Lied in allen Dingen, Alexander Verlag, hat den Rezensenten Tobias Kniebe überzeugt.

Auch bei den Samurais gab‘s einen „Knigge“. Das Hagakure von Jocho Yamamoto ist bei Reclam neu erschienen.

Die Welt

Neues von den Clintons. Oder doch eher Altes. Taylor Banch hat ein Buch mit Anekdoten aus der Clinton-Ära zusammengetragen: The Clinton Tapes, Simon & Schuster.

Auch hier Eric Rohmer und Miep Gies.

Neue Zürcher Zeitung

„Das mit vielerlei Abschweifungen und essayistischen Kunststücken gewürzte Bildnis eines Heranwachsenden, aber auch die Geschichte einer literarischen Initiation“, sei Lars Saabye Christensens Die blaue Kuppel der Erinnerung, btb, findet Aldo Keel.

Einblicke in die schweizer Diplomatie der frühen 60er Jahre: DiplomatischenDokumente der Schweiz

Ein Außenseiter war der Historiker Gustav Meyer im Kaiserreich. Bei Oldenbourg sind Tagebücher, Aufzeichnungen und Briefe erschienen: Als deutsch-jüdischer Historiker in Krieg und Revolution 1914–1920, herausgegeben von Gottfried Niedhart.

Claretta Petacci war mehr als eine „hörige, unbedarfte und hysterische Kurtisane“, meint Hans Woller und bedauert die miserable Edition ihrer an sich aufschlussreichen Tagebücher unter dem Titel Mussolini Segreto. Diari 1932–1938, herausgegeben von Mauro Suttora, Rizzoli.

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