Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Nachrufe auf Heinz Czechowski

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Ein Buch – so steht es heute überall im Feuilleton – feiert sein Comeback: Leider haben wir nix davon: Es ist das gute alte Sparbuch.

Frankfurter Rundschau

Der Atlas der Globalisierung (taz) liegt in einer neuen Ausgabe vor.

Gestorben ist der Lyriker Heinz Czechowski In Frankfurt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Daniela Strigl rezensiert Markus Orths Hirngespinste (Schöffling).

Jürg Acklin hat mit Vertrauen ist gut (Nagel & Kimche) einen neuen Roman am Start.

Thomas Weber rezensiert Patricia Fara Science (Oxford University Press) – da geht es um 4000 Jahre Wissenschaftsgeschichte.

Eine neue Biographie von Philipp II. von Spanien: Markus Reinbold hat sie bei Muster-Schmidt Verlag vorgelegt.

Der Übersetzer, ehemaliger Klett-Cotta-Lektor und Literaturchef der „Stuttgarter Zeitung“, Fritz Vogelsang ist mit 79 Jahren gestorben. Für die Übersetzung von Tirant lo bblanc erhielt er vor anderthalb Jahren den Preis der Leipziger Buchmesse. Für Ammann hat er Antonio Machado übersetzt.

Die Welt

Vor 400 Jahren erschienen Shakespeares Sonette. Bis heute geben sie Rätsel auf, meint Hannes Stein.

Google gegen Europeana? Die digitale Bibliothek soll nun endlich aufgepäppelt werden. Ob sich aber die Europeana rechtlich soooo doll vom bösen Google unterscheidet, ist noch lange nicht raus.

Tilman Krause mit einem Nachruf auf Heinz Czechowski: „Immer unangepasst“.

Süddeutsche Zeitung

Hans-Peter Kunisch] würdigt das 10-jährige von lyrikline.org.

Petra Steinberger rezensiert Astrid Nunn Mauern als Grenzen (Philipp von Zabern).

Jürgen Verdofsky mit einem Nachruf auf Heinz Czechowski.

Neue Zürcher Zeitung

Auch hier ein Nachruf auf den „Hiob aus Dresden“, Heinz Czechowski. „Czechowski selbst beschrieb seine Gedichte als „Reaktion auf den erlebten Moment, den Kreuzungspunkt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, in dem geschichtliche Erfahrung bewusst wird“. Zerquält von seinen Depressionen, hatte sich der metaphysisch heimatlos gewordene Dichter in den neunziger Jahren in die westfälische Provinz zurückgezogen. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Frankfurt am Main.“

„Erlebnisbedingter Persönlichkeitswandel“: Svenja Goltermann hat in Die Gesellschaft der Überlebenden bei DVA eine Studie über die psychische Verfassung deutscher Kriegsheimkehrer in den Jahren 1945 bis 1949/50 vorgelegt.

Unter „Klägliches Maskenspiel in Italien“ geht es vordergründig um Tiziano Scarpas hochgejubelten Roman Stabat mater (deutsch bei Wagenbach), tatsächlich aber auch um die Praxis von Literatur-Auszeichnungen in Italien: „Manche Literaturpreise sind nicht einmal mehr eine Garantie dafür, dass die gepriesenen Werke tatsächlich ein echter Schund sind. Auch umgekehrt gibt es selten eine Gewähr für Qualität, schon gar nicht beim Premio Strega, der seit 1947 für das beste italienische Buch des Jahres, meistens ein Prosawerk, vergeben wird.“ Kein Wunder, dass auch das gepriesene Buch nicht gut wegkommt: „Die stilistische Dürftigkeit und die inhaltliche Naivität der quälend langen 130 Seiten dieses Romans sind umso erstaunlicher, als der Autor in anderen Büchern durchaus Originalität und einen Willen zum Stil beweist.“

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