Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und mal ein paar andere Fälschungen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Heute trauen sie sich wieder alle mit ihrem richtigen Namen ins Blatt – schön, dass es auch mal wieder um Originale geht… Julia Kospach interviewt Paulus Hochgatterer zu seinem aktuellen Roman Das Matratzenhaus (Deuticke).

Annotationen
Ake Edwardson Toter Mann (Ullstein) und Ally Kennen Verfolgt (Gerstenberg).

Auf der letzten Seite dann doch wieder das leidige Thema der letzten Woche: „Der Abgeschriebene“: Airen, von Hegemann, beklauter Autor, ist irritiert über seinen plötzlichen Ruhm. – Der wird schnell wieder verfliegen, wollen wir wetten? Steht ja keine PR-Maschine dahinter, die alles am Köcheln hält…

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Christine Westermann und Stefan Worring haben bei KiWi ein Buch über den Karneval gemacht.

Hartmut Kasper rezensiert James Hamilton-Paterson Heilige der Trümmer (Klett-Cotta.

Ich gehöre keinem sei ein berührenden autobiographischer Roman, meint Peter Urban-Halle zum Buch von Asa Linderborg] (btb.

Neue Sachbücher
Melvin I. Urofsky Louis D. Brandeis (Pantheon Books).

Annotationen
Olga Martynowa In der Zugluft Europas (Wunderhorn und Sandra Hughes Maus im Kopf (Limmat).

Die Welt

Thema Plagiat ganz anders: Die Welt zeigt, was da noch alles geht: Kaiser Wilhelm allein zahlte sich dumm dusslig für Fälschungen: 8000 Taler.

Aktueller: „Während die Literaturkritik über den Fall Hegemann Spott erntet, wird der größte Fälscher-Skandal der klassischen Musik immer noch dezent beschwiegen“: Nun nicht mehr. Kai Luehrs-Kaiser über die Pianistin Joyce Hatto. Die konnte aufgrund ihrer Erkrankung ihre 120 CDs gar nicht selbst eingespielt haben., Vaddern war es, und der hat sich halt gut klingende Aufnahmen besorgt, technisch leicht verfremdet – und schon waren’s Originale. Alfred Brendel hat den seit drei Jahren ausführlich beschwiegenen Fall jetzt neu aufgerollt. Obwohl er (wahrscheinlich) nicht zu den beklauten Pianisten-Kollegen gehört. Aber Klauereien mag er halt nicht unter den Teppich gekehrt…

Wieland Freund über den verstorbenen Dick Francis.

Süddeutsche Zeitung

Jürgen Busche zum Tod von Dick Francis.

Volker Breidecker nimmt den Essay von Marc Fumaroli Beim Wiederlesen von Mario Pazin der aktuellen Sinn und Form zum Anlass, über den italienischen Gelehren zu schreiben.

Tobias Lehmkuhl über Robert Harris’ Titan (Heyne).

Financial Times Deutschland

Verlage äußern Bedenken gegen Kooperation mit Apple, schreibt die FTD. Kritisiert wird vor allem, dass Apple eine Black Box ist. Verlage haben in die Kundenbeziehungen von Apple keinen Einblick, die über die schlichten Verkaufszahlen hinausgehen. Die Zeitungsverleger müssten außerdem ein Drittel der Aboeinnahmen an Apple abgeben.
Wie hart der Markt umkämpft ist, steht auf der Titelseite: Nokia und Intel wollen gemeinsam Apple ausbremsen, heißt es dort. Außerdem haben sich 24 Telefonkonzerne zusammengeschlossen, um einen Standard für mobil genutzte Software zu schaffen. Mit dem wollen sie die Macht von Apple eindämmen.

Neue Zürcher Zeitung

„Höchststrafe Happy End“: So vergnüglich klug kann Unterhaltungsliteratur sein, ist Roman Bucheli von Kristof Magnussons Roman Das war ich nicht bei Kunstmann begeistert.

„Einblicke ins Jenseits“: Der Symbolismus, der Ende des 19. Jahrhunderts seinen Höhepunkt erlebte, war ein internationaler Stil, zu dessen Ausprägung auch verschiedene Schweizer Künstler ihren Beitrag leisteten. In einer Publikation zeichnet Valentina Anker in Le symbolisme suisse – Destins croisés avec l’art européen (Benteli-Verlage) in facettenreiches Bild dieses Phänomens, so Rudolf Koella.

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