Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und im Securitate-Archiv liegt ein verschollener Roman eines verbotenen Autors

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Die Demut der Diva“: Die Wanderjahre 1980-2009 sind der letzte Teil von Peter Zadeks Autobiographie (KiWi).

Interview mit dem Büchnerpreisträger des Jahres 2010, Reinhard Jirgl.

„Kollaboration mit dem Elend“: Linda Polman Die Mitleidsindustrie. Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen (Campus) – da ist auch nicht alles Gold, was glänzt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Traumwerkstatt für Freudianer“: Mircea Cartarescu Travestie (Suhrkamp) – eine „Klassenfahrt des Grauens“.

Eine Diebesroman, der aber nur dem Leser Zeit stehle: So empfindet Reinghard Helling Adam Davies’ Roman Dein oder mein (Diogenes).

Annotationen
Chuck Palahniuk Bonsai (Manhattan)

Eve Pormeister] Grenzgängerinnen (Saxa)

Petra Renneke Poesie und Wissen (Universitätsverlag Winter).

Eine literarische Sensation: in Rumänien ist in einem Securitate-Archiv ein verschollener Roman von Dinu Pillat aufgetaucht. Dem Autor machten die Kommunisten damals den Prozeß für ein Buch – das selbstredend nie erscheinen durfte.

Neue Sachbücher
Peter Stephan Der vergessene Raum (Schnell & Steiner).

Amin Maalouf Die Auflösung der Weltordnungen (Suhrkamp).

Die Welt

Heute nix.

Süddeutsche Zeitung

Arne Bellstorf Baby’s in Black. The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe (Reprodukt).

Rolf Lappert Auf den Inseln des letzten Lichts (Hanser).

Schience Busters Wer nichts weiß, muss alles glauben (Ecowin).

Klatsche von Claudia Tieschky für die Vorleser (am Freitag 23 Uhr im ZDF): Sie mögen bitte nie mehr sagen: ein Buch sei „radikal, verstörend, wahrhaftig“. Und daß Amelie Fried neulich Sigrid Löffler zitierte, möge man bitte nicht überbewerten. Und sie fragt: Wie lange wird es die Sendung noch geben?

Alex Rühle rezensiert Tim Parks Die Kunst stillzusitzen (Kunstmann).

Financial Times Deutschland

Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg muss nun selbst auf Geld von Karstadt warten, gegen seine Vergütung seien sieben Beschwerden eingegangen. Da den Unternehmen, darunter die Bocholter Firma Gilde Handwerk, der Instanzenweg offen steht, kann es noch ein langes Nachspiel geben. Görg hatte bereits 5,1 Mio. Euro abgerechnet, außerdem stünden ihm laut Gerichtsbeschluss weitere 32,3 Mio. euro zu. Da sei „nur“ das 5-fache des Regelsatzes, er hätte das 8,8-fache verlangen können.

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