Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und heute wird aus „Schrei nach Freiheit“ öffentlich gelesen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch. Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?

Frankfurter Rundschau

Heute zum Welttag des Buches soll weltweit aus Samar Yazbeks Schrei nach Freiheit. Bericht aus dem Inneren der syrischen Revolution (Nagel & Kimche) gelesen werden. In Deutschland heute 12 Uhr vor der syrischen Botschaft in Berlin, Rauchstr. 25.

„Elektronische Geräte machen dem Klassiker aus Papier Konkurrenz“, schreibt Steffen Haubner, aber: Deutsche sind E-Book-Muffel. Von Marktanteil zu reden, wäre noch immer ein ziemlicher Euphemismus.

Axel Sven Springer stört mit seinem Buch den 100. Geburtstag von Opa: Das neue Testament: Mein Großvater Axel Springer, Friede, ich und der Strippenzieher. Die wahre Geschichte einer Erbschaft (Haffmans & Tolkemit). Mal sehen, wann der erste Promi-Anwalt aufläuft…

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Neue Wirtschaftsbücher
János Kornai Kraft des Gedankens (Böhlau) und Thomas R. Köhler Die Internetfall (FAZ Buch).

Martin Mills, Gründer des Plattenlabels Beggars Group, warnt vor überzogenen Gesetzen zum Urheberrechtsschutz: „Es bringt nichts, die Fans anzugreifen“ – und da wollen wir ihm nicht widersprechen. Sein Geheimnis: Nicht für einen Erfolg einen Haufen Flops in Kauf nehmen. Was nichts anderes heißt als: kreativer Spürsinn.

„Unwissenheit ist nicht sexy“: Die Piraten wollen, daß Abgeordnete die Gesetzestexte selber schreiben. Is in Ordnung. Aber warum haben sie dann bisher noch keinen einzigen im Berliner Parlament eingebracht? War ja insgesamt ein vergeigtes Wochenende für die Partei: Da meint einer von denen tatsächlich, seine Partei mit dem Erfolg der Nazi-Partei (also der originalen NSDAP Adolf Hitlers] vergleichen zu müssen. – Vielleicht sollten die das mit den Gesetzestexten dann doch besser lassen…

In neuer Übersetzung: Bruno Schulz Das Sanatorium zur Sanduhr (Hanser).

Neue Sachbücher
Robert Knapp Römer im Schatten der Geschichte (Klett-Cotta).

Annotationen
Hubert Reeves Wo ist das Weltall zu Ende? (C.H. Beck) und Michel Serres Kleine Chroniken (Merve).

Olaf Kühl war mit seinem Debütroman Tote Tiere (Rowohlt Berlin) auf Lesereise in der russischen Provinz, was ein G’schmäckle hat: in dem Buch geht es um die Befreiung Michail Chodorkowskijs, als nicht unbedingt ein Thema, das die obersten Kremlisten heiß und innig lieben.

Die Welt

Der Piratendummspruch von der NSDAP hat es auf den Titel geschafft, Martin Delius, der der Urheber ist, soll aber Abgeordneter bleiben. Hm, wollten die nicht mehr Intelligenz ins Parlament bringen?

Eine neue Biographie über Queen-Mum erregt in England die Gemüter. Lady Colin Campbell schildert sie als brutale Intrigantin, die durch künstliche Befruchtung entstanden sei – harter Toback für Britannien.

Deshalb war er gestern bei Jauch: Samuel Kochs Autobiographie Zwei Leben (zusammen mit Christoph Fasel geschrieben) erscheint heute bei Adeo.

Süddeutsche Zeitung

Ein neues Handbuch zu Adorno: Richard Klein u.a. Adorno-Handbuch. Leben, Werk, Wirkung (Metzler)

In seinem Roman Der Traumkicker erzählt Hernán Rivera Letelier] (Insel) von den Minenarbeitern der chilenischen Wüste.

Wie aus Liebe Obsession wird: Daniel Glattauer Ewig Dein (Deuticke).

Das politische Buch
Michael Stolleis Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland (C.H. Beck)

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