Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und der „Tante-Emma-Laden 2.0“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch. Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?

Frankfurter Rundschau

„Selbst die Luft riecht nach Geld“: Kapital ist nicht „Krisenschlüsselroman“, sondern „Menschenaufschlüsselroman“. Man liest das „bisweilen sehr gute“ Buch „gierig, genüsslich, dankbar“ weg.
John Lanchester, Kapital (Klett-Cotta)

Krimis
„Seelische Verheerungen und ein glücklicher Polizist“: Plausible Ermittlerfiguren und ein Autor, der nicht dick aufträgt.
John Harvey, Schrei aus der Ferne (dtv)

„Wie ein Gurkensandwich zur Teestunde“: Etwas „überkandidelt und konstruiert“, aber „der Held gefällt“.
Marlies Ferber, Null-Null-Siebzig. Agent an Bord (dtv)

Im Wirtschaftsteil:
„Im Zeichen des Smartphones“: Bericht und Expertenmeinungen zur Zukunft des Einkaufens. Der Einkauf im Internet wächst weiter, von einem baldigen Siegeszug des E-Commerce ist aber nicht auszugehen – vieles spricht auch weiterhin für ergänzende Online-Angebote und einen „Tante-Emma-Laden 2.0“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Den Rhein entlang ins Märchenland“: Katalog zur Ausstellung im Münchner Stadtmuseum Zwischen Biedermeier und Gründerzeit – Deutschland in frühen Photographien 1840-1890 (Schirmer/Mosel)

„Nur noch Stimme sein“: Thomas Stangl schreibt seine Essays und Erzählungen über die „Euphorie der Einsamkeit“ in „konzentrierten und fein komponierten Sätzen“ , die den Schmerz „nur umso deutlicher vernehmbar“ machen.
Thomas Stangl, Reisen und Gespenster. Essays, Reden und Erzählungen (Droschl)

„Die Hotellobby als Seelenlandschaft“: Das „wundervoll gestaltete“ Buch zeigt Bilder, die eine „behagliche Beklemmung“ vermitteln, wie ein „schweißtreibender Albtraum“.
Corinne Rusch, Transient Confessions (Kerber Verlag)

„Adel vernichtet“: Monica Ali lässt in ihrem Roman Prinzessin Diana als ‚Lydia‘ weiterleben, abgetaucht mit falschem Namen und neuer Biographie. Als „modernes Märchen“ funktioniert das gut.
Monica Ali, Die gläserne Frau (Droemer)

Sachbücher in Kürze
„Wesensfragen“: Kurt Bayertz, Myriam Gerhard, Walter Jaeschke (Hg.), Der Ignorabimus-Streit (Felix Meiner Verlag)

„Schlosskonzerte“: Renate und Kurt Hoffmann, Johannes Brahms auf Schloss Altenstein und am Meininger Hof (Deutscher Kunstverlag)

„Zivilisationsstolz“: Richard Huzzey, Freedom Burning. Anti-Slavery and Empire in Victorian Britain (Cornell University Press)

„Von Kalkutta aus in die ganze Welt“: Seagull Books aus Kalkutta ist der Verlag, der die meisten deutschen Autoren übersetzen lässt. Allein von Suhrkamp hat Verleger Naveen Kishore Rechte an mehr als dreißig Titeln erworben. Der weltweite Vertrieb findet über die Chicago University Press statt.

Die Welt

Süddeutsche Zeitung

„Der Koffer der Klassenlehrerin“: Bei Zoran Feric kann, wer sich Zeit nimmt, „in der sehr guten Übersetzung dieses großen kroatischen Epos einiges über unsere Gegenwart erfahren“.
Zoran Feric, Das Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr (Folio Verlag)

„Die Stadt ‚genialer Dilletanten'“: Wolfgang Müller über das gute, alte Westberlin.
Wolfgang Müller, Subkultur Westberlin 1979-1989 (Philo Fine Arts)

„Heitere Pappkameraden“: Dem „routiniert verfertigten Buch“ fehlt „nicht nur eine literarische, sonder auch eine humane Dimension“.
Michael Frayn, Willkommen auf Skios (Hanser)

Handelsblatt

„Bestseller“: Die zehn meistverkauften Wirtschaftsbücher in Deutschland, erhoben vom Informationsdienst Campo-Data

„Beklemmend böse“: Ein dicker Thriller erklärt Italien besser als jede Länderstudie.
Roberto Costantini, Du bist das Böse (C. Bertelsmann)

Sarh Bakewell, Wie soll ich leben? (C.H.Beck)

Greg Smith, Die Unersättlichen. Ein Goldman-Sachs-Banker rechnet ab (Rowohlt)

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