Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Airen lässt sich nun doch interviewen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

In einer kleinen Nachricht verschwindet die Nominierung von Hegemanns Plagiat für den Preis der Leipziger Buchmesse [mehr…].

„Fabelhaft“ dagegen: Lukas Hammersteins neuer Roman Wo wirst du sein (S. Fischer, findet Christoph Schröder. Hammerstein ist übrigens nicht nominiert.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Da steht nun überall, dass der von Hegemann beklaute Airen keine Interviews gibt. Tut er aber doch. Nämlich heute Tobias Rüther von der FAZ. Zu Hegemann sagt er: „Ich habe ihren Roman gelesen, es ist genau die Art Buch, die ich gern lese, aber es wäre auch ohne meine Stellen cool gewesen.“ Ees sind aber sehr viel mehr abgeschriebe Stellen im Axolotl, als Blogger Pirmasens [mehr…] herausgefunden hat. Und: „Helene Hegemann hat sich auf eine ungerechte Art und Weise bereichert, wie es viele Menschen jeden Tag tun…“

Auch hier: Nominierten für den Leipziger Buchpreis in einer kleinen Meldung vesteckt, man könnte sie direkt übersehen.

„Das muss man lesen“: Jawoll, das muss man. Nämlich John Cheever. Und nicht nur seine im letzten Jahr bei DuMont erschienenen Stories Der Schwimmer. Sondern alles.

Annotationen
Benjamin Bühler, Stefan Rieger Das Wuchern der Pflanzen (edition suhrkamp).

Helmut Dähne Immer schon flüssig bleiben (Rowohlt [mehr…].

Sébastian Mamerot Eine Chronik der Kreuzzüge (Taschen).

Michael Lentz würdigt Gerhard Rühm zum 80. Geburtstag.

Die Welt

Paul Jandl würdigt Gerhard Rühm.

„Die heilige Helen der Textblößen: Warum alte Männer sie hassen“: Das erzählt uns Matthias Heine zwei Spalten lang. „Stündlich“ hebe jemand den Finger und melde sein Beklautsein. Das klingt schön griffig und will nett camouflieren, dass Hegemann eben doch weniger „original“ ist, als zunächst angenommen. Aber dann kommt er auf einen tollen Dreh: Die alten Pfaffen, nämlich die, die über den „Zugang zur Kultur“ wachen, könnten es einfach nicht ab, dass eine 17-jährige nun ein Buch veröffentliche, „ohne die Exerzitien durchlaufen zu haben, die nach Ansicht jener Besitzstandswahrer jeder bestanden haben muss, der es wagt, öffentlich kulturelle Praktiken auszuüben“. Nach dem Satz mussten wir uns erstmal einen frischen Kaffee holen.

Süddeutsche Zeitung

Hübsche Idee, die Zitate der Kritiker zu sammeln, die die Hegemann zum Bestseller machten: Also: Zitate, bevor der Textklau bekannt war, und dann welche danach: Nur Maxim Biller mochte nichts mehr dazu sagen.

Lothar Müller gratuliert Gerhard Rühm.

Tobias Lehmkuhl rezensiert L.J. Davis A Meaningful Life New York Review of Book Classics.

Unter der Überschrift “Unendlicher Spaß” sind die Kandidaten für den Preis der Leipziger Buchmesse aufgelistet. Da müssen wir noch ein bisschen grübeln.

Jutta Person über Bernd Roeck Ketzer, Künstler und Dämonen (C.H. Beck)

Wie ist das eigentlich mit der Kirchsteuer? Gerald Gruber erzählt auf 344 Seiten in Actu formali ab ecclesia catholica deficere alles, was man dazu wissen muss, und vielleicht sogar ein bisschen mehr (nova & vetera).

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