Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – über Kuddelmuddel und Schmelzkäse und die Polen und GG

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Martin Lüdge findet, dass die Die Box von Günter Grass „Dampfende Rollenprosa“ ist, deren Ironie vom Inhalt dementiert werde (Steidl).

„Ein Kommissar geht um“: Ulrich Rüdenauer findet, Judith Kuckart „schmiegt sich mit Die Verdächtige an das Krimigenre an“ (DuMont)

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Man merkt der Zeitung die Enttäuschung an, dass Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten, der neuen Roman von Christian Kracht (KiWi), es nicht auf die Longlist geschafft hat. Heute beginnt die FAZ unter der Headline „Der unsichere Kantonist“ einen Vorabdruck, obwohl „er nicht auf der Liste“ steht. Krachts Thema: „Wenn die Schweiz ein kommunistisches Weltreich wäre“.

„Die Nebel des Orion“: Gesine Hindemith schreibt über Claude Simon Der blinde Orion(Zweitausendeins), er hat „in einem literarisch poetologischen Text seinen Kinostil der Überblendung entwickelt und fortgeführt“.

Die Welt

Uwe Wittstock schreibt, warum Henryk M. Broder keinen Vergleich im Antisemitismus Prozess akzeptiert.

und

Hendrik Werner glossiert die Abstimmung über den kuriosesten Buchtitel.

Heute in der WELT:
Die Polen und GG

Adam Krzeminski] schreibt unter Als die Danziger sich um Oskar Matzerath scharten, warum in Deutschland viele mit ihrem Nationaldichter Günter Grass hadern, aber „für die Polen ist er einer der ihren“.

Und Alexander Lang berichtet:
Initiativen wollen Sütterlin-Schrift erhalten.

taz

Vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse im Kaukasus ein ganzseitiges Porträt über den georgisch-deutschen Dichter Giwi Margwelaschwili, dessen Werke im Verbrecher Verlag erscheinen. Im Oktober erscheint dort der Erzählungsband „Vom Tod eines alten Lesers“.

Süddeutsche Zeitung

Auch die SZ mag sich der Die Box von Günter Grass nicht entziehen, Lothar Müller schreibt unter „Die Zustimmungsmaschine“ über das „unheimliche Prinzip des Kuddelmuddels“ (Steidl).

Unter „Mohammed Softcore“ wird kommentiert. Die Selbstzensur Vorwürfe gegen Random House werden lauter.

Es wird berichtet, dass Sean Connery in Edinburgh sein Buch Being a Scot vorgestellt habe.

„Schönen Gruß vom Getriebe“: Kristina Maidt-Zinke lobt Rainer Moritz, der in Ich Wirtschaftswunderkind (Piper) von seiner Jugend und über sein „famoses Leben mit Peggy March, Petar Radenkovich und Schmelzkäseecken“ erzählt.

„Alle Wege führen ins Hotel“: Meike Fessmann schreibt über Markus Orths Das Zimmermädchen (Schöffling): „Der Roman überzeugt weniger als Porträt denn als Spiegel unserer Ängste“.

Und :
Gustav Seibt stellt die große Hörbuch Edition Was war, was bleibt. Die 68er und ihre Theoretiker(Kunstmann) vor.

Neue Zürcher Zeitung

In der Rubrik Lesezeichen bespricht heute Andreas Breitenstein unter dem Titel „Last Exit Zagreb“ auf der ersten Seite des Feuilleton-Buches Die Winter im Süden von Norbert Gstrein (Hanser). Die Stärke des Buches sei auch seine Schwäche, so Breitenstein. „Die Darstellungsskepsis des Nachgeborenen und Unbeteiligten ehrt den Autor, doch ist ihr Preis eine nachlassende Intensität“. (Nächstes Lesezeichen beschäftigt sich mit dem Buch von Robert Spaemann: Roussaeu – Mensch oder Bürger).

Angela Schader beleuchtet die Hintergründe, die zum Rückzug von Random House New York von Sherry Jones Roman The Jewel of Medina geführt hat. Eigentlich wolle der Roman etwas anderes: Aufklärung und Versöhnung.

Unter dem Titel „Bilanz der bleiernen Jahre“ hat sich Maike Albath das Buch Der blaue Cinquecento. Geschichte einer Familie im Schatten des Terrorismus von Mario Calabresi (SchirmerGraf) vorgenommen. Das Buch des Sohnes eines von den roten Brigaden erschossenen Polizeikommissars habe sich in Italien 200.000 Mal verkauft. Sein Reiz liege bei aller politischer Diskussion in seinem privaten Anliegen, den Tod des Vaters als einen persönlichen Auftrag zu begreifen.

Annotiert wird unter der überschrift „Fragen der Darstellung“ das Buch Bildrhetorik aus dem Verlag Valentin Koerner, das Joachim Knape herausgegeben hat.

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