Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – mit scharfer Kritik von Herta Müller an deutscher Kulturpolitik in China

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

“Es kommt mir vor. Als würde die deutsche Kulturpolitik regelrecht winseln um Anerkennung durch China”, zitiert die FR Herta Müller aus dem Focus. Mit der Festnahme Aiweiweis zeitgleich zur Eröffnung der Ausstellung Kunst der Aufklärung durch Guido Westerwelle sei die deutsche Delegation vorgeführt worden, so Müller.

Annotiert wir unter der Überschrift:
> “Was wirklich in Auschwitz geschah”: Rudolf Vrba: Ich kann nicht vergeben, Schöffling
> “Endlich einmal Tiere erforschen”: Katrin Hahnemann], Jane Goodall, Bloomsbury
(Ob das wirklich “Kinderbücher” sind, wie der Kolumnentitel angibt, ist zu bezweifeln.)

Frankfurter Allgemeine Zeitung

“Mit Gefühlsregungen muss der Arbeiter der Wissenschaft haushalten”: Der erste Band der Brautbriefe von Siegmund Freud, jetzt erschienen unter dem Titel Sei mein, wie ich’s mir denke, zeigt den zukünftigen Begründer der Psychoanalyse im zähen Kampf um die ferne Verlobte (S. Fischer).

“Bis hin zum allerletzten Mörtelspritzer”: Benno Hurts neuer Roman Nachtzug (dtv) beschreibt die Bonner Republik und was die Menschen aus ihren Möglichkeiten machten und was aus ihnen im Wirtschaftwunder wurde.

“Kultur soll strahlen”: Günter Grass liest in Krümmel gegen die Atomkraft.

Süddeutsche Zeitung

“Lasst uns über etwas anderes reden”: Die Süddeutsche berichtet über den seltsamen Spagat deutscher Kulturpolitik in China.

“Satyr der Suburbs”: Die neue Übersetzung von John Cheevers Vorstadt Satire Bullet Park (Dumont) ist der ideale Einstieg in das Werk des großen amerikanischen Autors.

“Die Fußnote des Untersturmführers”: Ein 92-jähriger früherer Diplomat geht gerichtlich gegen zwei Zeilen im Geschichtswerk Das Amt und die Vergangenheit (Berlin) vor.

Der französische Handelsminister breitet den französischen Intellektuellen viel Spaß. Als auf der Pariser Buchmesse gefragt wurde, welches Buch ihn geprägt habe, sagte er “Zadig et Voltaire”, das sei ein Buch in dem er immer wieder lese. So heißt tatsächlich aber eine Modemarke, richtig hätte es heißen müssen Zadig oder Zadig oder das Schicksal. Einige kommentieren nun, er hätte auch sagen können: “Also sprach Zara”

Die Welt

“Auch hier wird Herta Müllers Kritik berichtet. Dazu gibt es ein Interview mit Hans-Ulrich Obrist und die Notwendigkeit internationaler Solidarität für Aiweiwei.

Focus

“Alle meine Fehler habe ich von ihm”: Dora Heldt schreibt über Ihren Vater…

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