Bücher und Autoren heute in den Feuilletons, der Männerbund des Thilo Sarrazin und: Gräbt sich der Kriminalroman sein eigenes Grab?

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Der Mann, der immer Stil hat“ meint Allmen und die Libellen, Martin Suters „Homage an den Serienkrimi“. Die Rezensentin wirkt unentschlossen, findet aber, „Suter ist ein äußerst geschmeidiger Schreiber“.

„Die leisen Beben der Seele“: Anton Thuswaldner findet, Adolf Muschg „verzettelt sich gewaltig, bleibt aber ein Meister des Stilllebens“ (Sax, C.H.Beck).

Kurz: Der Lübecker Autorenpreis geht an Günter Herburger.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kinder-und Jugendbücher:

„Die roten Vögel und der Fuchs“: Tilman Spreckelsen findet „Kinderbücher über den Tod gibt es im Übermaß. Dieses ist anders: zart, leise und voller Trost“: Gemeint das Bilderbuch Papas Arme sind ein Boot (Gerstenberg).

„Weiß ich doch, Du Quatschtüte“:
Eva-Maria Nagel lobt Meine kleine Schwester Kiki und Ich (DTV), „Jenny Valentine schreibt zauberhafte Schwestergeschichten“.

Unter „Neue Sachbücher“ wird War von Sebastian Junger (Blessing) vorgestellt und begründet, warum es „aus der Fülle der Kriegsliteratur hervorsticht“ ). Junger hat ein Jahr als Reporter an den Kämpfen in Afghanistan teilgenommen.

„Auch Romanfiguren sind aus Staub gemacht“:
Eine Begegnung mit Nicole Krauss („eine der interessantesten Nachwuchsautorinnen der amerikanischen Literatur“), deren dritter Roman Das große Haus nächste Woche bei Rowohlt erscheint.

In der Beilage:

„Im Bruchstück das Ganze sagen“.
Ingeborg Harms schreibt „Zum Auftakt des Kleist-Jahres feiert die Brandenburger Ausgabe seiner Werke ihren triumphalen Abschluss. Eine handliche Münchner Edition macht ihr Konkurrenz“. Gemeint sind Stroemfeld/Roter Stern und Hanser; besprochen werden auch der Insel-Almanach 2011 Küsse, Bisse; Geschichte meiner Seele. Eine Fiktion (Berlin University Press) und Roland Reuss Im Freien.Kleist-Versuche (Stroemfeld).

Und das Blatt fragt: „Was hat Heinz Strunk in Afrika verloren? (Rowohlt) und E.L. Doctorow wird gefragt: „Wie lebt es sich in Ihren Sätzen?“
(Gerade ist sein Roman Homer & Langley erschienen).

Die Welt

Die Titel in der Beilage „Die literarische Welt“ hatten wir schon vorgestern gemeldet [mehr…].

Süddeutsche Zeitung

„Der Männerbund des Thilo Sarrazin“: Die GfK hat mit einem Panel von 10.000 Befragten den Buchmarkt analysiert. Eine ganze Seite zum Thema. Die Überschrift verrät es schon: Die Käufer waren allem männlich.

„Ein Astronaut am Meeresgrund“:
Burkhard Müller ist überzeugt, „James Hamilton-Patterson hat ein hinreißendes Buch über die Ozeane geschrieben“ ((Mare).

„Darg Werther alles- und Albert nicht“?:
Lothar Müller schreibt zum 200. Todestag des Aufklärers und Kritikers Friedrich Nicolai

In der BEILAGE regt sich (nicht zu Unrecht wohl) Joachim Käppner auf über peinliche Figuren und verstiegene Krimi-Plots auf. Seine These, die er ganz gut begründet: „Der Kriminlaroman wird immer dümmer – und gräbt sich sein eigenes Grab“.

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