„Enteignungskrimi Alfred Flechtheim“ heute in Kontraste

Der Titel des Buches „Alfred Flechtheim und George Grosz“ von Ralph Jentsch bei Weidle klingt harmlos – die Geschichte, die darin erzählt wird, ist Sprengstoff: Ralph Jentsch, langjähriger Nachlaßverwalter von George Grosz, hat recherchiert, wie der wohl berühmteste Galerist der 20er Jahre, Alfred Flechtheim, enteignet und ins Exil getrieben wurde, wo er bald verstarb (seine Frau brachte sich einen Tag, bevor sie ins KZ abtransportiert werden sollte, um). Er erzählt, wie wertvolle Gemälde verschwanden und in Amsterdam für Kleingeld versteigert wurden – eines der so verscherbelten Gemälde („Maler und Modell“ – verkauft für 10 Dollar) hängt bis heute im New Yorker MoMa. Und er erzählt, wie die Wiedergutmachung in den 50er und 60er Jahren von den gleichen Mittelsmännern betrieben wurde, die schon 1933 ihre Finger im Spiel hatten.

Um diesen Kriminalfall geht es heute 21.45 Uhr in der ARD in der Sendung Kontraste.

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