Verlage bitten um Hilfe für Ingrid Betancourt

Die MitarbeiterInnen der Verlagsgruppe Ullstein Heyne List haben „schockiert und betroffen“ zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich die schlimmsten Ahnungen der kolumbianischen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt in ihrer kürzlich bei List veröffentlichten Autobiografie „Die Wut in meinem Herzen“ bewahrheitet haben: Am Samstag wurde Betancourt von einer Gruppe der Guerillabewegung Farc entführt, als sie allen Warnungen zum Trotz in ein gerade von Regierungstruppen erobertes Guerillagebiet reiste, um dort eine spektakuläre Wahlkampfkundgebung abzuhalten.
Deshalb, so UHL-Pressechef Claus-Martin Carlsberg, habe man sich ohne Vorbehalte dem Aufruf des amerikanischen Verlags Harper Collins angeschlossen, der um internationale Solidarität bittet, „um Schlimmeres zu verhüten und die möglichst baldige Freilassung von Ingrid Betancourt zu erwirken“. Dabei setzt der Verlag in erster Linie auf die Macht der Presse, bittet aber auch um eine Solidaritätsbekundung an die Email-Adresse ingridporlapaz@hotmail.com (Stichwort: „Ingrid for peace“), die Freunde der gekidnappten Präsidentschaftskandatin in Miami eingerichtet haben. Alle eingegangenen Emails sollen an die kolumbianische Regierung weiter geleitet werden.

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