Tolkien-Manuskript zu Beowulf entdeckt

Ein amerikanischer Forscher hat in einer Bibliothek in Oxford ein bisher unbekanntes Manuskript von John Ronald Reuel Tolkien (1892-1973) entdeckt, dem Autor des Fantasy-Epos „Der Herr der Ringe“. Dabei geht es allerdings nicht um einen weiteren Roman des Schriftstellers, sondern um eine wissenschaftliche Kommentierung und Übersetzung des über 1000 Jahre alten Heldengedichts „Beowulf“. Tolkien, der als Professor für germanische Philologie in Oxford lehrte, war ein anerkannter Experte für diese altenglische Sage über den Helden Beowulf und das Ungeheuer Grendel.

Der Sprachwissenschaftler Michael Drout (34) fand das handgeschriebene 2000 Seiten-Manuskript in einer Schachtel, die sich seit langer Zeit niemand mehr angesehen hatte. Im kommenden Sommer sollen Tolkiens Übersetzung und Textkommentar nun veröffentlicht werden. Nach Darstellung von Drout hat „Beowulf“ das Tolkiensche Werk stark beeinflusst: Sowohl Elben als auch Orks (Monster) und Ents – die sprechenden Baumwesen aus dem neuen „Herr der Ringe“-Film – würden schon in „Beowulf“ erwähnt.

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