Stiftung für Jeremias Gotthelf

In Lützelflüh (Kanton Bern) wurde eine neue Stiftung gegründet, die sich dem Gesamtwerk Jeremias Gotthelfs widmet.

Dazu gehört ein Gotthelf-Zentrum, mit einer Ausstellung über das Leben und Werk des berühmten Schweizer Schriftstellers und vor allem eine neue historisch-kritische Gesamtausgabe aller Schriften, Romane, Briefwechsel und Korrespondenzen.

Dieses verlegerische Mammutwerk wird vom Schweizerischen Nationalfonds mit 6 Mio. Schweizer Franken unterstützt. Die Arbeit am Institut für Germanistik an der Universität Bern wird durch andere Institute, Experten und Historikern unterstützt.

Ab Frühling 2008 beginnt die Veröffentlichung der 67 Bänden. Laut der Universität Bern handelt es sich um eines der größten Buchprojekte der Gegenwart, das etwa 30 Jahre lang dauern wird.

Jeremias Gotthelf wurde 1797 in Murten (Kanton Freiburg) geboren und starb 1854 in Lützelflüh (Kanton Bern). Sein wahrer Name lautete Albert Bitzius. Als evangelischer Theologe kämpfte er gegen Sturheit und politisch Radikale. Berühmt wurden u. a. seine Romane „Geld und Geist“, „Die schwarze Spinne“ oder „Uli der Pächter“. Bereits 1843 schloß der Berliner Verleger Julius Springer mit Gotthelf einen Exklusivvertrag für seine Bücher.

Urs Heinz Aerni / pd

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