Springer zeigt es dem deutschen Markt: eBook Collection Verkaufsrenner in Asien

Verträge mit führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen in Indien, Japan, China und Südostasien seien unter Dach und Fach, meldet Springer Science+Business Media heute in einer Pressemitteilung. Und die Kommunikationsrichtung ist klar: Deutsche Buchhändler haben bisher zurückhaltend auf das eBook Paket von Springer reagiert. Denn: Titelkonvolute im voraus einkaufen, ohne zu wissen, was drinsteckt, davor haben sich deutsche Buchhändler vielfach geziert.

Die Erfolge hören sich imposant an: „Springer Science+Business Media hat zum Jahresbeginn mit führenden wissenschaftlichen Einrichtungen in Asien Verträge zu seinem elektronischen Buchprogramm abgeschlossen“, so das Unternehmen. Dazu zähle das renommierte Forschungsinstitut Indian Institute of Science in Bangalore, die University of Madras sowie die West Bengal University in Kalkutta. In China und Südostasien stellen künftig das Bibliothekskonsortium JULAC in Hong Kong, das KESLi Konsortium in Südkorea sowie größere Konsortien in Thailand, Malaysia und Singapur ihren wissenschaftlichen Nutzern die digitalen Springer-Bücher zur Verfügung. Darüber hinaus konnte der internationale Wissenschaftsverlag umfangreiche eBook-Pakete in den Forschungs- und Wissenschaftszentren in Taiwan und Singapur platzieren. Auf dem japanischen Markt nutzen bislang etwa ein Dutzend Institute und Bibliotheken das innovative Springer-Produkt.

Erst Mitte letzten Jahres hatte Springer seine Internet-Plattform www.springerlink.com mit inzwischen über 15.000 Buchtiteln in Asien auf dem Weltbibliothekskongress IFLA in Südkorea sowie auf der Pekinger Buchmesse vorgestellt. Der schnelle Erfolg ist zum großen Teil auf die starke Präsenz von Springer auf den asiatischen Märkten zurückzuführen. Der internationale Wissenschaftsverlag verfügt über Verkaufsniederlassungen in Delhi, Peking, Hongkong und Tokio.

Mit dem Erwerb der Springer eBooks können Forscher und Studenten der einzelnen Universitäten elektronisch auf sämtliche Springer-Bücher der Jahrgänge 2005, 2006 und 2007 aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technik oder Medizin zugreifen. „Wir sind sehr glücklich über die durchweg positive Resonanz unserer eBooks, die nun auch im asiatischen Markt verankert sind. Zum Jahresende konnten wir bereits zahlreiche große Verträge mit US-amerikanischen und europäischen Universitäten und Firmen abschließen”, erläutert Peter Hendriks, President Global Sales and Marketing bei Springer.

Professor Steve Ching von der Universitätsbibliothek der City University Hong Kong und gleichzeitig Vorsitzender des Lenkungsausschusses ERALL (Electronic Resources Academic Library Link) unterstrich die Bedeutung dieses Vertragsabschlusses: „Wir freuen uns, dass wir nun Zugriff auf die Springer eBook Collection haben. Für die Mitarbeiter und Studenten unserer Universitäten und Bildungseinrichtungen in Hong Kong, die vom UGC gefördert werden, ist dies ein wertvoller Baustein.“ Zu dem JULAC-Konsortium gehören acht Forschungseinrichtungen: Chinese University of Hong Kong, City University of Hong Kong, Hong Kong Baptist University, Hong Kong Institute for Education, Hong Kong Polytechnic University, Hong Kong University of Science and Technology, Lingnan University sowie University of Hong Kong.

Springer erlaubt bei der Nutzung seiner eBooks einen unbegrenzten Zugriff, der von mehreren Nutzern gleichzeitig erfolgen kann. Die PDF- und HTML-Dokumente haben umfangreiche Suchoptionen, können herunter geladen und ausgedruckt werden. Mit dem Kauf eines eBook-Pakets für einen bestimmten Copyright-Jahrgang hat eine Bibliothek dauerhaft Zugriff auf sämtliche Titel in dem erworbenen Paket. Die Bibliotheken können entweder sämtliche Springer-Titel eines Copyright-Jahres oder einzelne der insgesamt dreizehn Fachgebietspakete erwerben (z.B. Engineering, Medicine, Computer Science, Mathematics). Jedes Jahr erscheinen etwa 4.000 neue Bücher, die von den Universitäten und Forschungszentren dazu gekauft werden können.

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