Springer will Schulden reduzieren und sucht Investor

Derk Haank

Rund um Springer Science+Business Media kocht derzeit heftig die Gerüchteküche: Erst hieß es, der Verlag soll verkauft werden, dann legte die Financial Times am Wochenede nach, zwei neue Investoren steigen in den Fachverlag ein. Jetzt stellt CEO Derk Haank (Foto) in einem Interview auf den Springer Online-Seiten klar, dass an einer Übernahme nichts dran ist, der Verlag aber nach einem weiteren Investor sucht.

„Die verschiedenen Fonds unter Management von Cinven und Candover, die Anteile an Springer halten, werden auch weiterhin zusammen Mehrheitsgesellschafter von Springer sein. Es stimmt allerdings, dass unsere Anteilseigner derzeit nach einem möglichen dritten Investor Ausschau halten“, sagt er.

In dem Gespräch lobt Haank das hervorragende Ergebnis von Springer einerseits, andererseits räumt er ein: „Mit den Geldern von einem möglichen dritten Investor würden wir unseren Verschuldungsgrad reduzieren, also bestehende Schulden abbauen, und/oder zukünftige Akquisen finanzieren.“ Die Finanzkrise mache es derzeit schwierig, Kapital auf dem Finanzmarkt zu bekommen.

Haank glaubt, dass der STM-Markt weniger krisenanfällig ist und hofft auf positive Impulse durch die neue amerikanische Regierung, die mehr Geld in Forschung investieren möchte.

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