Sechs: Setzen! Deutsche Kultusminister erhalten PISA- Zeugnis

Die deutschen Kultusminister haben erneut ein PISA- Zeugnis erhalten. Soziale Förderung und Chancengleichheit: Sechs. Unterstützung für Risikoschüler und Migrantenkinder: Sechs. Mathematik: Vier, Lesen und Textverständnis eher fünf plus als vier minus.

Mit der Veröffentlichung der neuen PISA-Ergebnisse werden die Kultusminister mit ihren verdrängten Sünden von einst konfrontiert. Seit drei Jahrzehnten gibt es wissenschaftliche Belege dafür, dass Kinder aus ärmeren Familien und ohne Bücherschrank im Elternhaus im deutschen Schulsystem die schlechtesten Karten haben – selbst dann, wenn sie die gleiche Begabung wie Gleichaltrige aus der Oberschicht mitbringen. In keinem anderen vergleichbaren Staat schafft es die Schule so schlecht, diese Nachteile auszugleichen.

Ignoriert wurden auch die zehn Prozent Jugendlichen, die Jahr für Jahr die Schule ohne Abschluss verlassen – und dies seit Mitte der 80er Jahre. Mancher Minister sagt offen, dass dies eben so sei. Erfolgreiche PISA-Staaten haben dieses Problem längst gelöst.

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