„Schweizer Monatshefte“ vor Kehrtwende

Die „Schweizer Monatshefte“, eines der wichtigsten Kulturjournale der Schweiz, haben beschlossen, zu den bewährten Rechtschreibregeln zurückzukehren. Die Abkehr von der missglückten Reform wird von den Herausgebern Suzann Renninger und Robert Nef mit den verheerenden Folgen der Reform in der Praxis begründet: „Die wenig durchdachten Neuerungen und sogenannten Vereinfachungen haben sich im Kern nicht bewährt und werden vor allem von Autoren mit feinem Sprachgefühl abgelehnt. Deshalb drucken wir unsere seit 1920 bestehende Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Kultur wieder in der traditionellen Schreibweise.“ Die Zeitschrift hofft, dass andere Schweizer Blätter ihr folgen werden, und begründet ihren Schritt unter anderem mit der starken Resonanz, die sie auf eine der letzten Ausgaben erhielt, die das „Fehlkonzept Rechtschreibreform“ zum Schwerpunkt hatte (F.A.Z. vom 7. Oktober und 30. Dezember 2003). Auch die aktuelle Doppelnummer verhandelt verschiedene „Aspekte dieses gewaltigen Schiffsbruchs“.

Die Hefte, die im deutschen Buchhandel nur schwer erhältlich sind, können unter folgender Adresse bezogen werden: Schweizer Monatshefte, Vogelsangstraße 52, CH-8006 Zürich, oder info@schweizermonatshefte.ch.

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